CR-Management für Praktiker. Weiterbildung für nachhaltiges Wirtschaften. Universität Bayreuth, 07.-11.10.2019

Studienwünsche von Frauen und warum sie sich mehrheitlich bei bestimmten Wirtschaftsstudiengängen mit Masterabschluss anstatt bei MBA-Studiengängen einschreiben

Neues Whitepaper untersucht die Motivationen und die größten Herausforderungen, denen Frauen bezüglich Bewerbungen bei Wirtschaftshochschulen gegenüberstehen

Weltweit stellen Frauen einen größeren Anteil der Bewerber bei vielen Wirtschaftsstudiengängen mit Masterabschluss als Männer, z. B. bei Studiengängen des Marketings, des Rechnungswesens und des Managements. In den USA und auf der ganzen Welt sind Frauen jedoch nach wie vor bei den MBA-Studiengängen unterrepräsentiert. What Women Want: A Blueprint for Change in Business Education (Studienwünsche von Frauen: Entwurf für eine Änderung in der Wirtschaftsausbildung) ist ein neues Whitepaper des Graduate Management Admission Council (GMAC), das die Ursachen dieses fortgesetzten Mangels an der Geschlechterparität in MBA-Programmen zu Tage bringt. Das Papier untersucht die größten Herausforderungen, denen Frauen bezüglich Bewerbungen bei Wirtschaftshochschulen gegenüberstehen, sowie die Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei ihren Beweggründen, einen Masterabschluss der Wirtschaftswissenschaften anzustreben. Das Whitepaper wurde in Anerkennung des Internationalen Frauentages sowie des in den USA ausgerufenen National Women's History Month herausgegeben.

Foto: GMAC"Frauen haben große Fortschritte bei der Erlangung eines Masterabschlusses der Wirtschaftswissenschaften gemacht, aber beim Anteil der MBAs haben sie die Männer noch nicht eingeholt", sagte Sangeet Chowfla, President und CEO von GMAC. "Unsere umfassenden globalen Segmentierungs- und Marktforschungen befassten sich mit mehreren wichtigen zugrunde liegenden Faktoren, die zur wachsenden Beteiligung von Frauen bei Masterstudiengängen der Wirtschaftswissenschaften und zur mangelnden Geschlechterparität bei MBAs beitragen. Dabei war das Hauptproblem der befragten weiblichen Bewerber finanzielle Überlegungen."

Die wichtigsten Ergebnisse
Die wichtigsten Ergebnisse des Whitepapers stützen sich auf Erkenntnisse, die aus der im Jahr 2016 in Zusammenarbeit mit IPSOS, einem global operierenden Marktforschungsunternehmen, durchgeführten Global Graduate Management Education Candidate Segmentation Studie von GMAC hervorgehen. Befragt wurde insgesamt 5.900 weibliche und männliche Bewerber aus 15 Ländern.

Motivationen und Ansätze bei Bewerbungen unterscheiden sich je nach globaler Region
Frauen in westlichen Ländern unterscheiden sich in ihren Motivationen und Ansätzen bei Bewerbungen von Frauen in aufstrebenden Volkswirtschaften wie China und Indien und die Motivationsprofile westlicher Frauen unterscheiden sich deutlich von denen der westlichen Männer. In Indien und China ähneln die Motivationen und das Verhalten von Frauen eher denen der männlichen Bewerber aus diesen Ländern.

Frauen planen früher und konzentrieren sich mehr auf die Ergebnisse
In der Regel denken Frauen früher als Männer darüber nach, einem Masterstudiengang nachzugehen. Im Großen und Ganzen sind Frauen eher pragmatisch und auf Ergebnisse fokussiert, wenn es darum geht, einem Masterstudiengang der Wirtschaftswissenschaften nachzugehen. Häufiger als Männer bewerben sie sich bei bestimmten Schulen, die flexible Studienformate anbieten und bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für ihre Absolventen versprechen. Vor allem in westlichen Ländern ist die Motivation bei Frauen, schneller emporzusteigen und mehr Geld zu verdienen, höher als bei Männern.

Die Finanzierung ist ein wichtiges Hindernis
29 Prozent der befragten Frauen weltweit gaben finanzielle Probleme als den wichtigsten Grund an, warum sie das Angebot eines Masterstudiengangs einer Wirtschaftshochschule noch nicht angenommen hatten. Die Suche nach Stipendien und finanzieller Unterstützung waren die wichtigsten Prioritäten. Andererseits gaben 33 Prozent der Männer an, dass sie die Annahme hinauszögern, da sie noch auf die Angebote weiterer Hochschulen warten.

Der größte Unterschied diesbezüglich bei den Geschlechtern wurde in den USA beobachtet. Mehr als ein Drittel (38 Prozent) der weiblichen Befragten gab finanzielle Abwägungen als wichtigsten Grund an, dass sie das Angebot einer Wirtschaftshochschule nicht angenommen hatten. Bei den Männern waren es 20 Prozent. Doch die Mittel für die Bezahlung von Schulen zu erhalten, ist eine größere Herausforderung für Männer als für Frauen sowohl in Indien (8 Prozent der befragten indischen Frauen gegenüber 14 Prozent der indischen Männer) als auch in China (9 Prozent der befragten chinesischen Frauen gegenüber 11 Prozent der chinesischen Männer).

Ein MBA ist für Frauen immer noch relevant, obwohl mehr Frauen einen anderen Masterabschluss der Wirtschaftswissenschaften als den MBA erwerben
Frauen erzielen bereits bei den Masterstudiengängen Marketing, Rechnungswesen und Management Parität (52 Prozent) und das Angebot an diesen Programmen hat in den letzten Jahren exponentiell zugenommen. Der Anteil der Frauen in MBA-Klassenzimmern bleibt jedoch bei unverändert 37 Prozent deutlich unter der Parität mit den Männern. Trotz größer werdender Anteile von Frauen, die sich statt MBA-Programmen für Nicht-MBA-Masterstudiengänge entscheiden, belegen die Daten, dass der MBA-Abschluss bei Frauen einen höheren Stellenwert als bei Männern besitzt und Frauen den Abschluss als Eintrittskarte für den weiteren beruflichen Aufstieg erachten.

"Es ist leicht, Frauen irrtümlicherweise als monolithische Einheit zu betrachten und der Mangel an Parität in MBA-Klassenzimmern als Versagen seitens der Wirtschaftshochschulen aufzufassen", sagte Chowfla. "Die Ergebnisse dieses Whitepapers zeigen deutlich, dass Frauen und Männer unterschiedliche Erwartungen in Bezug auf das Studium der Wirtschaftswissenschaften haben, und ihr Verhalten unterscheidet sich zwischen Ländern und Verhaltenstypen. Unserer Meinung nach haben Wirtschaftshochschulen große Fortschritte bei der Inklusivität und der Gestaltung ihrer Rekrutierungs- und Zulassungsverfahren gemacht, um für Vielfalt bei der Studentenschaft zu sorgen. Wir hoffen, dass mithilfe der Daten und Ergebnisse dieses Whitepapers Wirtschaftshochschulen noch bessere Strategien entwickeln können, um die Anzahl der Frauen in ihren Klassenzimmern zu erhöhen und eine Geschlechterparität ähnlich der in anderen Sektoren der Graduiertenausbildung zu erreichen."

Sie können das Whitepaper des GMAC, What Women Want: A Blueprint for Change in Business Education hier herunterladen.

Der Graduate Management Admission Council (GMAC) ist eine gemeinnützige Organisation von 220 führenden Wirtschaftshochschulen weltweit, der sich aktiv für mehr Einschreibungen an Wirtschaftshochschulen einsetzt. Der Council bietet Lösungen für Wirtschaftshochschulen und Kandidaten, um sich gegenseitig kennenzulernen und bewerten zu können, damit talentierte Bewerber nicht unentdeckt bleiben. GMAC ist Eigentümer des Graduate Management Admission Test® (GMAT®), der weltweit für mehr als 6.500 Master-Studiengänge verwendet wird, sowie des "NMAT by GMAC(TM)"-Tests, der für die Zulassung zu Management-Studiengängen mit Masterabschluss in Indien verwendet wird. Zudem führt GMAC alle Tests durch. Der Hauptsitz des Council befindet sich in Reston, Virginia, USA. Weitere Niederlassungen befinden sich in London, Neu-Delhi und Hongkong. Weitere Informationen über den GMAT-Test finden Sie unter mba.com.
 
Kontakt: Jennifer Garfinkel, GMAC | jgarfinkel@gmac.com | www.gmac.com

Gesellschaft | Bildung, 08.03.2017

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