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Richtungswechsel in der Landwirtschaft

Greenpeace stellt Studie Kursbuch Agrarwende 2050 vor

Ackerbau und Viehzucht wurden in Deutschland in den vergangenen Jahren intensiviert, um Erzeugungskosten zu minimieren und Erträge zu maximieren. Die Folgeschäden werden immer offensichtlicher: durch Pestizide und den übermäßigen Einsatz von Düngemitteln belastete Ökosysteme, überzüchtete Nutztierrassen und überfordertes Personal machen die Notwendigkeit für Veränderungen deutlich. 

Das Kursbuch Agrarwende zeigt den Weg hin zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft auf. © Greenpeace Das „Kursbuch Agrarwende 2050" zeigt: Eine ökologisierte Landwirtschaft kann alle Menschen in Deutschland ernähren. Die vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) im Auftrag von Greenpeace erstellte Studie definiert konkrete Umweltziele für das Jahr 2050 und legt weiterhin Meilensteine für das Jahr 2030 fest. So soll beispielsweise der Treibhausgasausstoß aus der deutschen Landwirtschaft bis 2050 um 50 Prozent gegenüber 2010 sinken. Bis 2030 sollen in der Landwirtschaft 15 Millionen Tonnen CO2, ebenfalls im Vergleich zum Jahr 2010, sinken. Zudem sollen die biologische Vielfalt deutlich verbessert und Schadstoffeinträge vermindert werden.
 
Für die Studie führten die Wissenschaftler eine umfangreiche Literaturrecherche durch und ergänzten ihre Befunde mit Expertengesprächen. Neben detaillierten Zahlenwerten zu Landnutzung und Schadstoffeintrag finden sich auch Beispiele für Ernährungsmodelle, mit denen eine ökologische Agrarwende gelingen kann. Die Studie schließt mit konkreten Maßnahmen zur Zielerreichung ab und zeigt somit: Wenn finanzielle Mittel und vorhandene Flächen genutzt sinnvoll genutzt werden, kann die konventionelle, auf maximalen Gewinn ausgerichtete Landwirtschaft schrittweise zu einer ökologisierten Lebensmittelproduktion transformiert werden, die Böden, Menschen und Tiere schont.
 
Laden Sie hier die Zusammenfassung der Studie oder gleich das vollständige Kursbuch als PDF herunter.
 
Kontakt: www.greenpeace.de

Umwelt | Naturschutz, 26.04.2017

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