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Vom jüngsten Startup zur internationalen Brand

Deutsche Textilmarken setzen auf Nachhaltigkeit

  • Modelabel setzen immer mehr auf nachhaltige Produktionen und recycelte Stoffe
  • Aus alt mach neu - mit dem ECONYL®-Regenerationssystem werden alte Fischernetze und andere Nylonabfälle zum Sportbikini
  • Die Nachfrage steigt: Jeder dritte Deutsche kaufte 2016 nachhaltige Kleidung
Grün- und Brauntöne, kratzige Stoffe und teure Preise? Das glanzlose Image nachhaltiger Mode ist längst überholt und der Slow Fashion-Trend gewinnt immer mehr an Bedeutung. Im letzten Jahr kaufte bereits ein Drittel der Deutschen mindestens ein nachhaltig produziertes Kleidungsstück. Für viele Konsumenten gilt mittlerweile der Grundsatz "Qualität vor Quantität". Für Modeunternehmen bedeutet dieses Umdenken ein enormes Potenzial und gerade deutsche Marken setzen verstärkt auf die nachhaltige Produktion ihrer Waren. Vier erfolgreiche Beispiele für nachhaltige deutsche Fashion-Brands von Startup bis Großkonzern:
 
Strapazierfähig und noch mehr - loud + proud aus Hersbruck
© ECONYL®-RegenerationssystemNachhaltigen und recycelten Stoffen wird, etwa wegen der Verwendung von aufbereiteten Materialien, oft eine minderwertige Qualität nachgesagt. Das Gegenteil beweist das Label loud + proud.
 
Von einer zweifachen Mutter mit Ausbildung als Designerin für Sportkleidung gegründet, bietet es für tobende Kinder ausgelegte Kleidung, die besonders  mit ihrer Strapazierfähigkeit punktet. Speziell die Bademode, in die regeneriertes Nylon von ECONYL® eingearbeitet ist, hält nicht nur viel aus, sondern bietet den Kleinen obendrein UV-Schutz 50+.
 
Interessen der Zielgruppe erkennen - Inaska Swimwear aus Frankfurt am Main
Die Sportbikinis des umweltfreundlichen Labels Inaska Swimwear überzeugen durch ihre Qualität. Im Produkttest konnten sie selbst anspruchsvolle Surferinnen vor allem mit dem Tragegefühl und der Beschaffenheit des Stoffes für sich gewinnen. Auch in den Bikinis von Inaska findet regeneriertes Nylon Verwendung. Dafür wird das Nylon aus umhertreibenden Fischnetzen, Abfällen und Produktionsresten aufbereitet. So ist die Bademode nicht nur stylisch, sondern trägt auch zur Reinigung der Weltmeere bei und zahlt so auf die Interessen der Zielgruppe ein.
 
Nachhaltiges Wachstum - Bleed aus Helmbrechts
Wie schädlich Fast Fashion für Mensch und Umwelt ist, ist kein Geheimnis mehr. Unzählige Labels legen daher bereits ihren Fokus auf Nachhaltigkeit und Upcycling. Darunter auch das oberfränkische Label Bleed, das es mit seiner nachhaltigen Vision geschafft hat, ein finanziell unabhängiges Familienunternehmen aufzubauen. Ohne externe Investoren wächst das Unternehmen zwar nur langsam, dafür aber nachhaltig. Denn Bleed geht es nicht nur um eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Produktion, sondern auch um die Unterstützung ihrer Region und das Schaffen von Arbeitsplätzen.
 
Für einen nahtlosen Übergang - KUNERT aus Immenstadt
Da sich bei großen Unternehmen nicht alles von einem Tag auf den anderen umstellen lässt, kann es für große Marken sinnvoll sein, im ersten Schritt eine "grüne" Produktlinie einzuführen. Zum Beispiel launchte der Strumpfwarenhersteller KUNERT mit seiner Blue Kollektion drei neue Modelle, in denen das regenerierte ECONYL® Garn verarbeitet wurde. Wie sehr KUNERT damit den aktuellen Zeitgeist traf, zeigen so manche Preise und Nominierungen, nicht zuletzt der German Brand Award 2017 im Juni. Zudem ist die Kollektion ein Beweis, dass Nachhaltigkeit nicht nur schön, sondern obendrein durchaus leistbar sein kann.
 
Wie diese vier Unternehmen zeigen, lässt sich Nachhaltigkeit gut mit Wirtschaftlichkeit vereinen. Vor allem, da Konsumenten beim Kauf zunehmend auf die Werte der Unternehmen achten und somit der Markenwert durch dahingehende Maßnahmen gesteigert werden kann.
 
Kontakt: Inga Muecke, Mashup Communications GmbH
econyl@mashup-communications.de | www.econyl.com
 

Lifestyle | Mode & Kosmetik, 29.08.2017

Cover des aktuellen Hefts

Der Mensch ist, was er isst

forum 04/2019 ist erschienen

  • Mahlzeit! Haben Sie reflektiert, was Sie, ja Sie, heute schon gegessen haben? Vermutlich nicht, sonst wäre Ihnen vielleicht der Appetit vergangen. Doch weder Industrienahrung, noch Tierleid müssen sein. Der Schwerpunkt „Food for Future" untersucht, ob Fleisch bald aus der Retorte kommt oder durch Lupinen und Pilze ersetzt wird.
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  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
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  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene
  • PEFC Deutschland e. V.
  • Alfred Ritter GmbH & Co. KG
  • Global Nature Fund (GNF)
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