B.A.U.M.-Jahrbuch: Jetzt kostenlos reinlesen!

Mineralische Ersatzbaustoffe können Primärrohstoffe ersetzen

Abschlussbericht des UBA erschienen

Das UBA legt mit dem Abschlussbericht "Weiterentwicklung von Kriterien zur Beurteilung des schadlosen und ordnungsgemäßen Einsatzes mineralischer Ersatzbaustoffe und Prüfung alternativer Wertevorschläge" erstmals umfassende Bewertungsgrundlagen für einen boden- und grundwasserschonenden Einsatz von mineralischen Ersatzbaustoffen vor.

Abbau in einem Kieswerk © distel2610, pixabayDer nun vorliegende Abschlussbericht des Zentrums für Angewandte Geowissenschaften der Universität Tübingen (ZAG) enthält das gesamte, wissenschaftlich hergeleitete Fachkonzept der Ersatzbaustoffverordnung (EBV, Artikel 1 MantelV). Erstmalig wurden für mineralische Ersatzbaustoffe die neuesten Datengrundlagen, Statistiken und Begründungen für die Festlegung von Materialwerten und ggf. von Materialklassen zusammenfassend dargestellt. Ein darauf basierendes Software-Prognosetool zur Beurteilung des Einsatzes mineralischer Ersatzbaustoffe (BEMEB) wird zeitnah erarbeitet und für den Vollzug der rechtlichen Regelungen zur Verfügung stehen.

Die Ableitungssystematik von Grenzwerten für die EBV basiert auf einer antizipierenden Sickerwasserprognose.

Hintergrund
In Deutschland fallen jährlich ca. 218 Millionen Tonnen mineralischer Ersatzbaustoffe (MEB) an, die für den Wiedereinbau in technische Bauwerke verwertet werden können. Dazu gehören u.a.: Recyclingbaustoffe (68 Mio. t/a), Bodenmaterial (110 Mio. t/a), Gleisschotter (3 Mio.t), Schlacken (9 Mio. t/a) und Aschen (20 Mio. t). Im Vergleich dazu: Das gesamte Abfallaufkommen für Deutschland betrug im Jahr 2014 400 Millionen Tonnen.

Neben den Zielen einer hohen Verwertungsquote (Ressourcenschutz) ist der langfristige Schutz von Boden und Grundwasser durch (Schad)Stoffausträge aus den MEB zu gewährleisten. Dafür sind bundeseinheitliche Regelungen notwendig und sollen in der geplanten MantelV verankert werden. Mit der EBV werden technische Voraussetzungen und materielle Anforderungen zum Einsatz von MEB definiert. Kernpunkte stellen die Güteüberwachung, die Qualitätssicherung und konkrete Einbauweisen dar. Bei Einhaltung der rechtlichen Vorgaben können mineralische Ersatzbaustoffe so ohne langfristige Folgen für die Umwelt und die menschliche Gesundheit unter Verwendung der definierten Einbauweisen verwertet werden.

Der umfassende Bericht stellt die Grundlage für das Datenbank-basierte Anwendungstool zur Beurteilung des Einsatzes mineralischer Ersatzbaustoffe (BEMEB) dar. Dieses Prognosetool wird im Rahmen des parallel laufenden REFOPLAN-Vorhabens "Evaluierung der Bewertungsverfahren im Kontext mit der Verwertung mineralischer Abfälle in/auf Böden, Teil II: Modellierung der Stoffmigration und Erarbeitung eines DV-gestützten Leitfadens" (FKZ: 371374228/2) durch das ZAG Tübingen entwickelt. Mit BEMEB soll allen Akteuren aus Verwaltung und Wirtschaft ein einfacher Zugang zur Ableitungssystematik der EBV ermöglicht werden.

Kontakt: Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt
buergerservice@uba.de | www.umweltbundesamt.de


Umwelt | Ressourcen, 07.05.2018

Cover des aktuellen Hefts

Afrika – Kontinent der Entscheidung

forum Nachhaltig Wirtschaften 02/2019

  • Small is beautiful: Tiny Houses
  • Das Plastik-Problem anpacken
  • E-Mobilität
  • Wirtschaftsverbrechen
  • Solarguerilla
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
30
AUG
2019
2. ÖKO FAIR
Die Tiroler Nachhaltigkeitsmesse
A-6020 Innsbruck


12
SEP
2019
Zermatt Summit 2019
Humanizing Globalization
CH-3920 Zermatt


20
SEP
2019
Globaler Klimastreik
Alle fürs Klima!
weltweit


Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!


Philosoph aus Leidenschaft

Angedacht...
Verantwortung. Eine philosophische Betrachtung zur aktuellen politischen Situation




  • Alfred Ritter GmbH & Co. KG
  • Bayer Aktiengesellschaft
  • Global Nature Fund (GNF)
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Deutsche Telekom AG
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence
  • PEFC Deutschland e. V.
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene