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UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Nachhaltigkeit lernen als Gemeinschaftsaufgabe

Auf der Grundlage des einstimmigen Beschlusses des Deutschen Bundestages zur UN-Dekade vom 1. Juli 2004 koordiniert das von der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) eingesetzte Nationalkomitee die Umsetzung der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Deutschland. Es hat etwa 100 Bildungsinitiativen zum Zweck der besseren Vernetzung an einem Runden Tisch versammelt und in Zusammenarbeit mit zahlreichen Akteuren einen nationalen Aktionsplan für die Dekade entwickelt. Die DUK wird bei ihrer Koordinierungstätigkeit vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Bundespräsident Horst Köhler hat die Schirmherrschaft über die deutsche Umsetzung der Dekade übernommen.

2005 - 2014
Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben in einer Resolution der UN-Generalversammlung vom 20. Dezember 2002 die Jahre 2005 bis 2014 zur Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen und sich damit verpflichtet, in diesem Zeitraum besonders intensive Anstrengungen zu unternehmen, um den Gedanken der nachhaltigen Entwicklung weltweit im Bildungssystem zu verankern. Die Ausrufung der Weltdekade ist ein Ergebnis des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung 2002 in Johannesburg. Bildung, so stellten die in Südafrika versammelten staatlichen und zivilgesellschaftlichen Repräsentanten fest, muss viel stärker als bisher im Zentrum des Bemühens um eine dauerhaft zukunftsfähige Entwicklung der Weltgesellschaft stehen. Die Deutsche UNESCO-Kommission schlug in ihrer "Hamburger Erklärung" aus dem Jahr 2003 inhaltliche Leitlinien und Ziele für die Ausgestaltung der Dekade in Deutschland vor.

Nationalkomitee
Das von der DUK berufene Nationalkomitee besteht aus 30 Experten, darunter die relevanten Bundesministerien, Vertreter der Länder, Nichtregierungsorganisationen, die Medien, die Privatwirtschaft und die Wissenschaft. Das Nationalkomitee ist das zentrale Steuerungsgremium für die Umsetzung der Dekade in Deutschland. Vorsitzender ist der Erziehungswissenschaftler Professor Dr. Gerhard de Haan von der FU Berlin. In seiner Arbeit wird das Nationalkomitee vom Sekretariat in Bonn und einer Arbeitsstelle beim Vorsitzenden in Berlin unterstützt. Sekretariat und Arbeitsstelle wurden mit Hilfe einer Zuwendung des BMBF eingerichtet.

Runder Tisch
Um die Umsetzung der Dekade gemeinsam mit möglichst vielen Akteuren zu gestalten und eine öffentlichkeitswirksame "Allianz Nachhaltigkeit Lernen" zu initiieren, hat das Nationalkomitee zur Beteiligung an einem Runden Tisch für die UN-Dekade aufgerufen. Dieser Runde Tisch aus etwa 100 Akteuren tagt einmal pro Jahr und ist als loser Verbund interessierter Akteure konzipiert. Das erste Treffen fand am 2. November 2004 in Berlin statt, das zweite am 14. November 2005 auf Einladung von Ministerpräsident Althaus in Erfurt. Zwischen den jährlichen Treffen tragen die vom Runden Tisch eingerichteten Arbeitsgruppen zur Umsetzung der Dekade bei.

Nationaler Aktionsplan
Der Aktionsplan benennt die Hauptziele der Dekade in Deutschland und hält in einem Maßnahmenkatalog die Beiträge und Selbstverpflichtungen einzelner Akteure fest. Im Bundestagsbeschluss vom 1. Juli 2004 wurde die Bundesregierung zur Ausarbeitung eines Aktionsplans aufgerufen. Der Plan wurde vom Nationalkomitee im Austausch mit zahlreichen Akteuren des Runden Tisches erarbeitet und bei der bundesweiten Startkonferenz am 13. Januar 2005 "Zukunft macht Schule" vor etwa 300 Gästen der Öffentlichkeit vorgestellt. Er wird regelmäßig aktualisiert, evaluiert und neuen Erkenntnissen angepasst.
Der Aktionsplan definiert als übergreifendes Ziel der Dekade die Verankerung des Gedankens der nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen des Bildungswesens. Im Einzelnen soll dies mit Hilfe von vier strategischen Zielen erreicht werden:
  • 1. Weiterentwicklung und Bündelung der Aktivitäten sowie Transfer guter Praxis in die Breite
  • 2. Vernetzung der Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • 3. Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung von Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • 4. Verstärkung internationaler Kooperationen


Der ergänzende Maßnahmenkatalog operationalisiert diese Ziele, indem er spezifische Akteure benennt und die Entwicklung hin zu einer Verankerung im gesamten Bildungswesen detailliert beschreibt. Da er Überprüfungskriterien für jede einzelne Maßnahme enthält, werden Fortschritte evaluierbar. In den Katalog sind bisher über 60 Maßnahmen eingetragen.

Dekadeprojekte
Erfolgreiche und innovative Projekte der Bildung für nachhaltige Entwicklung haben die Möglichkeit, sich um die Anerkennung als 'offizielles Projekt der UN-Dekade' zu bemühen. Diese vom Nationalkomitee ausgesprochene Anerkennung geht mit der Berechtigung einher, das Logo der Dekade für zwei Jahre zu nutzen. Ziel ist es, den Akteuren vor Ort Anerkennung zuteil werden zu lassen und die Anliegen der Bildung für nachhaltige Entwicklung flächendeckend sichtbar zu machen. Bisher wurden rund 250 Projekte ausgezeichnet.

Mehr Informationen auf der Homepage der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Deutschland
www.dekade.org

Über aktuelle Aktivitäten zur Weltdekade informiert das Nationalkomitee in einem Newsletter, der auf der Homepage der UN-Dekade abonniert werden kann.

Kontakt:
UN-Dekade - "Bildung für nachhaltige Entwicklung"
Deutsche UNESCO
Langwartweg 72
D-53129 Bonn
Tel. 0228-4468440
Fax: 0228-2425708
Mail: sekretariat@esd.unesco.de
Internet www.dekade.org
Quelle: Redaktion Nachhaltig Wirtschaften
Gesellschaft | Bildung, 25.05.2005

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