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Hitze, Streß und Chaos

Sabine Braun zieht Bilanz aus dem Monat Juli

Der Klimawandel findet statt: Alle sehnten warme Sommertage herbei, mit der extremen Hitze des Monats Juli hatte so aber niemand gerechnet. Zwar könnten die sonnig-heißen Tage, die wir erleben, den Photovoltaik-Ausbau in Deutschland weiter beflügeln. Für das erste Quartal hatte die Bundesnetzagentur mit 714 Megawatt einen neuen Rekord gemeldet. Doch gleichzeitig schmilzt den Eisbären ihre Lebensgrundlage immer schneller weg.

Mit der extremen Hitze im Juli hatte niemand so wirklich gerechnet.
Foto: © birgitH / pixelio.de
Aufgrund der "Hitzewelle" am Nordpol weist der Zustand des arktischen Meereises einen neuen Rekord-Tiefststand aus. Auch den Menschen droht wachsendes Unbill - nicht nur bei Fahrten mit der Deutschen Bahn. Die Ernten werden um bis zu einem Drittel geringer ausfallen, was steigende Nahrungsmittelkosten und Hungersnöte befürchten lässt. Und das Unglück bei der Loveparade in Duisburg, bei dem mehr als 20 Menschen durch Panik in einem Tunnel zu Tode kamen, wäre bei kühlerem Wetter vielleicht auch ausgeblieben ...

Zu dem anhaltenden Desaster von BP kann man eigentlich nichts mehr sagen.
Mit der Hitze hängt es nicht zusammen, sondern mit der Ausbeutung letzter Reserven und Schlampigkeit. Bereits 2007 wurden BP von einer offiziellen Untersuchungskommission hochgradige Mängel bei der Arbeitssicherheit nachgewiesen, die in einigen Fällen wohl auch zum Tod von Arbeitern geführt haben. Das Desaster im Golf von Mexiko wird ebenfalls viele Leben kosten - von Tieren und Pflanzen sowie im übertragenen Sinne auch von Menschen, die durch die Ölkatastrophe ihre Existenzgrundlage verlieren. Nicht nur deshalb warnte UNEP-Chef Achim Steiner im Juli vor der Vernichtung natürlichen Kapitals im großen Stil. Allein die 3.000 bedeutendsten Unternehmen der Welt würden jährliche Umweltschäden von zwei Billionen Euro verursachen, so eine Studie der UNEP zu Biodiversity. Die Studie, die im Rahmen der Initative TEEB (The Economics of Ecosystems and Biodiversity) erstellt wurde, steht hier >zum Download bereit.

Dass die Unternehmen nach der Wirtschaftskrise tendenziell eher mehr Geld für CR aufwenden ist insofern eine gute Botschaft. Das internationale "Corporate Responsibility Salary Survey 2010" ergab, dass die Teamgrößen in den Unternehmen leicht zugenommen haben. Zwar arbeite ein Drittel der CR-Manager noch alleine oder mit ein bzw. zwei Kollegen, ein weiteres Drittel arbeite aber bereits in Teams von vier bis neun Personen und das letzte Drittel in Teamstärken ab 10 Personen. Während 2009 nur neun Prozent der CR-Experten bei Unternehmen und Beratungshäusern in Teams mit mehr als 20 Personen arbeiteten, waren es in diesem Jahr immerhin 24 Prozent. Die meiste Zeit würden die Befragten für das Reporting aufwenden, gefolgt von Aktivitäten im Umweltschutz, im Community Investment, Klimaschutz und Stakeholder Engagement.
Quelle: Sabine Braun
Umwelt | Klima, 16.08.2010

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