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Bildung in vielen Ländern unzureichend

Ökumenisches Stipendiumprogramm unterstützt junge Menschen

Nach Einschätzung von "Brot für die Welt" sind in vielen Ländern Angebot und Qualität von Bildung unzureichend. Anlässlich des Weltbildungstags am 8. September beklagt das evangelische Hilfswerk, dass zu viele junge Menschen weltweit keine Schule besuchen. Laut Weltbildungsbericht der UNESCO sind dies 72 Millionen Kinder und 71 Millionen Jugendliche. "Brot für die Welt" unterstützt in seinen Projekten die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Und mit dem Ökumenischen Stipendienprogramm werden weltweit Begabte gefördert.

72 Millionen Kinder und 71 Millionen Jugendliche weltweit besuchen keine Bildungseinrichtungen.
Foto: © birgitH / pixelio.de
Mit dem Ökumenischen Stipendienprogramm will "Brot für die Welt" die Chancen begabter Menschen in den Entwicklungsländern durch berufliche und akademische Bildung erhöhen. Gleichzeitig soll das Wissen in der Zivilgesellschaft über nachhaltige Landwirtschaft, Menschenrechte und andere Entwicklungsthemen verbessert werden. Schwerpunkte der Förderung sind Ausbildungen in den Bereichen Ernährungssicherung, Menschenrechte und Zivile Konfliktbearbeitung.

Das Programm richtet sich insbesondere an Mitglieder benachteiligter Bevölkerungsgruppen wie Flüchtlinge, Vertriebene, Behinderte oder Angehörige ethnischer Minderheiten. So werden zum Beispiel auf den Philippinen Führungskräfte von Bauernorganisationen weitergebildet. Und in Bolivien können junge Menschen mit Unterstützung von "Brot für die Welt" eine Ausbildung in der Landwirtschaft, in der Krankenpflege oder im Bauhandwerk beginnen.

Im Jahr 2009 hat "Brot für die Welt" rund 1,5 Millionen Euro für das Ökumenische Stipendienprogramm bereitgestellt. Damit konnten rund 2.770 Stipendien für junge Frauen und Männer bewilligt werden. Etwa ein Drittel der Mittel floss nach Asien, das damit an erster Stelle stand. An zweiter Stelle folgte Lateinamerika, an dritter Afrika.
Quelle: Rainer Lang
Gesellschaft | Bildung, 09.09.2010

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