Verbot von Plastiktüten in Italien

Biokunststoffe auch in Deutschland eine Alternative

Die italienische Regierung hat zum Jahresbeginn 2011 alle herkömmlichen Plastiktüten per Gesetz aus den Geschäften verbannt. Das Verbot soll helfen, die Müllberge in Italien zu reduzieren. Alternativ zur erdölbasierten Plastiktüte aus Polyethylen dürfen die Geschäfte ihren Kunden aber zum Beispiel kompostierbare Tüten aus Biokunststoffen für ihre Einkäufe anbieten.

Kompostierbare Tragetasche von Unicoop
Foto: © Novamont
Für die Bundesregierung ist die Nutzung nachwachsender Rohstoffe ein wichtiger Baustein für ein nachhaltiges Deutschland. "Der Einsatz nachwachsender Rohstoffe ist ein wichtiger Beitrag zum Klima- und Umweltschutz und hilft bei der Einsparung fossiler Ressourcen", erklärt Dr.-Ing. Andreas Schütte, Geschäftsführer der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., die als Projektträger für das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz agiert.

In Deutschland sind bereits zahlreiche Biokunststoff-Materialien und -Produkte im Einsatz. Aldi und Rewe bieten beispielsweise kompostierbare Einkaufstüten an. Biokunststoffe können sowohl bei Verpackungen, etwa für Obst und Gemüse, als auch in vielen anderen Anwendungen herkömmliche Kunststoffe ersetzen. Produziert werden sie unter anderem aus pflanzlicher Stärke oder Zucker, die anstatt Erdöl für die Kunststoffproduktion eingesetzt werden. Noch sind die hergestellten Mengen nach Angaben des Branchenverbands European Bioplastics e.V. vergleichsweise gering, aber in den Jahren 2006 bis 2009 ist die weltweit hergestellte Menge von 160.000 auf 490.000 Tonnen gestiegen. Angesichts der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und der großen Nachfrage ist ein weiteres dynamisches Marktwachstum von Verpackungen und Produkten aus Biokunststoffen zu erwarten.

Weitere Informationen zum Thema Biokunststoffe erhalten Interessierte im Internet unter www.natuerliche-verpackungen.de


 
Lesen Sie mehr zu diesem Thema im Magazin "forum Nachhaltig Wirtschaften" 2/2011 mit dem Schwerpunkt Ressourcen und dem Special Ernährung & Landwirtschaft.

Das Magazin umfasst 148 Seiten und ist zum Preis von 7,50 ? zzgl. 3,00 ? Porto & Versand (innerhalb Deutschlands) direkt hier zu bestellen.
Oder unterstützen Sie uns durch ein forum-Abonnement



Möchten Sie mehr zum Thema 'Ressourcenmanagement' lesen?

Dann freuen Sie sich auf erstklassige Beiträge im B.A.U.M.-Jahrbuch 2011! Das Jahrbuch des Bundesdeutschen Arbeitskreises für umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. erscheint in Kooperation mit dem ALTOP Verlag am 18. April 2011! In diesem Jahr bietet es neben hochkarätigen Beiträgen zum Schwerpunktthema Ressourcenmanagement einen umfassenden informativen Überblick über die Aktivitäten des Verbandes sowie zahlreiche Firmenportraits nachhaltiger und umweltorientierter Firmen.

Sie können das Jahrbuch 2011 ab sofort zum Buchhandelspreis von 19,90 EUR direkt im ALTOP Verlag bestellen!

Telefon: 089 / 74 66 11 16, E-Mail: baum-jahrbuch@forum-csr.net oder im Internet auf www.forum-csr.net

Quelle: Scheben Scheurer & Partner
Gesellschaft | Politik, 12.04.2011

Cover des aktuellen Hefts

Frauen bewegen die Welt

forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2018

  • Kampf fürs Wasser
  • Schenken macht Freude
  • Slow Fashion
  • Sikkim - Blaupause für die Zukunft?
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
18
JAN
2019
Agrarökologie stärken!
Für eine zukunftsgerichtete Politik und Praxis
10117 Berlin


19
JAN
2019
"Wir haben es satt" - Großdemonstration
Essen ist politisch!
10117 Berlin


Alle Veranstaltungen...

Philosoph aus Leidenschaft

Angedacht...
Von Männern und Frauen. Ein Zwischenruf zur Weinstein Affäre




  • VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence
  • PEFC Deutschland e. V.
  • Alfred Ritter GmbH & Co. KG
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Deutsche Telekom AG
  • Global Nature Fund (GNF)
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Nespresso Deutschland GmbH
  • Bayer Aktiengesellschaft
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene