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Essen, wo es hingehört

Tafeln beteiligen sich an den Aktionstagen gegen Lebensmittelverschwendung

Zu klein, zu unförmig, zu viel. Rund die Hälfte unserer Lebensmittel landet im Müll, in Deutschland zum Beispiel jeder zweite Kopfsalat und jedes fünfte Brot. Das meiste, bevor es die Teller der Verbraucher erreicht. Um ein Zeichen gegen die tägliche Vernichtung ressourcenintensiv erzeugter und gehandelter Lebensmittel zu setzen, finden ab dem 9. September in vielen deutschen Städten Aktionstage gegen Lebensmittelverschwendung statt.

Die Tafel freut sich über jede Spende, auch wenn das Gemüse zu "klein" und zu "unförmig" ist!
Foto: © Wolfgang Borrs
An den Aktionstagen beteiligen sich neben verschiedenen Initiativen und Organisationen auch etliche Tafeln, zum Beispiel die Berliner Tafel zum Auftakt der Aktionswoche am Samstag, 10. September, in Berlin. Aber auch die Hamburger Tafel, die Brüggener Tafel, die Aachener Tafel, die Göttinger Tafel und andere.

"Wir alle sind auf Lebensmittel angewiesen. Doch der sorglose Umgang in den reichen Ländern dieser Welt hat zum Teil gravierende Auswirkungen auf das Leben der Menschen in anderen Teilen der Welt. Angesichts von Millionen Tonnen meist noch verzehrsfähiger Lebensmittel, die jährlich im Müll landeten, brauchen wir eine breite Debatte darüber, wie sich Angebot und Nachfrage in eine ökologisch und sozial vertretbare Balance bringen lassen", fordert Gerd Häuser, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V.

Lebensmittel wegzuwerfen galt einmal als Schande. Doch heute sei die Entsorgung des zuviel Gekauften zum Normalfall geworden, bedauert Gerd Häuser. "Zwar sind jede Woche bis zu 50.000 ehrenamtliche Helfer bei den fast 900 Tafeln als "Lebensmittelretter" im Einsatz. Wir würden uns aber wünschen, dass die Arbeit der Tafeln noch mehr Verbraucher nachdenklich stimmt", so Gerd Häuser. "Gute Lebensmittel gehören auf die Teller der Menschen, nicht in den Müll".

Bei den Aktionstagen gegen Lebensmittelverschwendung können sich Bürger darüber informieren, welchen Hürden Lebensmittel auf dem Weg von der Produktion zu den privaten Haushalten begegnen und was sie persönlich tun können, um Verschwendung zu vermeiden.

Ins Leben gerufen haben die Aktion die Filmemacher und Autoren Stefan Kreutzberger und Valentin Thurn. In ihrem Dokumentarfilm "Taste the Waste" und dem Buch "Die Essensvernichter" zeigen sie das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung vom Feld bzw. Stall bis hin zum entlang der gesamte Wertschöpfungskette. Die Termine und Veranstaltungsorte der Aktionstage sowie weitere Informationen zum Thema unter www.essensvernichter.de

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Quelle: Anke Assig
Lifestyle | Essen & Trinken, 12.09.2011

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