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Nachhaltiges Waldkulturerbe

Wärme aus dem Wald: Jeder vierte Haushalt nutzt Holz zum Heizen

Als Teil der Energiewende wird regenerative Energie aus dem Wald immer wichtiger. Das teilt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz anlässlich des Internationalen Jahres der Wälder 2011 mit. Mehr als jeder vierte deutsche Haushalt nutzt Scheitholz, Holzpellets oder Hackschnitzel zum Heizen. Hierzulande gibt es etwa 14 Millionen Kamine, Kachelöfen und etwa eine Million Holzzentralheizungen, so das Ministerium mit Bezug auf Zahlen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe. Insgesamt machen erneuerbare Energieträger rund 9,5 Prozent der Wärmeversorgung in Deutschland aus.

Holz ist einer der bedeutsamsten nachwachsenden Rohstoffe: Gut 75 Prozent der erzeugten Wärme aus erneuerbaren Energien in Deutschland werden mit Holz erzeugt. Auch bei der Energieerzeugung ist der Einsatz von Holz von entscheidender Bedeutung: Holz ist für rund 35 Prozent der gesamten erneuerbaren Energieerzeugung verantwortlich; gefolgt von Windkraft und Biotreibstoffen (beide jeweils 13 Prozent) und Wasserkraft (rund 7 Prozent). Der Anteil von Holz an der gesamten Endenergieversorgung hat sich in den letzten fünf Jahren in Deutschland auf etwa vier Prozent verdoppelt. Jährlich werden hierzulande über 50 Millionen Kubikmeter Holz energetisch genutzt - gut 40 Prozent des deutschen Holzverbrauchs. Dieses stammt nicht nur aus dem Wald, sondern auch aus Holzresten und Holzabfällen sowie aus Landschaftspflegeholz. Durch die in der Biomasse gespeicherte Energie ist Holz ein besonders hochwertiger Energieträger, da Holz unabhängig von äußeren Bedingungen wie Licht- und Windverhältnissen eingesetzt werden kann.

Nachhaltige Wärme
Wärme aus Holz ist nicht nur gemütlich und angenehm fürs Raumklima. Es ist auch nachhaltig: Bei seiner Verbrennung wird nicht mehr klimaschädliches Kohlendioxid freigesetzt, als beim Pflanzenwachstum vorher gebunden wurde. So spart der Ersatz von fossilen Energien durch Holz jährlich rund 30 Millionen Tonnen CO2 ein. Das Holz muss ausreichend gelagert und trocken sein. Aber der Verbraucher kann noch mehr für die Umwelt tun. Egal ob Brennholz oder Esstisch: Beim Kauf von Holzprodukten sollte man möglichst auf Siegel wie FSC (Forest Stewardship Council) und PEFC (Programm für die Anerkennung von Waldzertifizierungssystemen) achten. Damit stammen die Produkte garantiert aus nachhaltiger Forstwirtschaft. In Deutschland arbeitet die Forstwirtschaft übrigens seit 300 Jahren nachhaltig: Es wird nicht mehr Holz entnommen, als im selben Zeitraum wieder nachwächst. Holz aus der Region hat daher einen doppelten Vorteil. Es ist nachhaltig erzeugt und hat wenig Energie für den Transport verbraucht.

Womit das Feuer entfacht wird
Holzpellets
sind aus Restholz gepresste Holzbrennstoffe. Die Pellets zeichnen sich durch hohe Energiedichte, geringes Lagervolumen und einen guten Brennwert aus: Ein Kilogramm entspricht etwa dem Brennwert eines halben Liter Heizöls. Pelletöfen und -Kessel sind mittlerweile so ausgereift, dass sie Wirkungsgrade von über 95 Prozent erreichen bei geringen Emissionen. Für Ende 2011 werden in Deutschland rund 155.000 Holzpelletheizungen erwartet.

Hackschnitzel werden meist aus Waldrestholz hergestellt, aber auch aus Sägeresten und Recyclingholz. Sie kommen vorwiegend in größeren Feuerungsanlagen, Holzheizwerken und Biomasseheizkraftwerken zum Einsatz. So ermöglichen Holzhackschnitzel über Nah- und Fernwärmenetze bereits die gezielte Wärmeversorgung in Dörfern und Städten. Daneben werden sie in kleineren Hackschnitzelheizungen landwirtschaftlicher oder gewerblicher Betriebe eingesetzt.

Scheitholz ist der bislang bedeutendste Holzbrennstoff. Kamin-, Kachelöfen und Holzheizkessel erzeugen aktuell den größten Teil der erneuerbaren Wärme in Deutschland. Beim Kauf dieser Anlagen sollte auf effiziente Verbrennungstechnik und geringe Emissionen geachtet werden. Bei Forstverwaltungen und Waldbesitzern vor Ort können sich Interessierte Flächen zuweisen lassen, aus denen Brennholz selbst aus dem Wald geholt werden kann.

Termine und weitere Informationen über Wald und Holz sowie das Internationale Jahr der Wälder in Deutschland: www.wald2011.de




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Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Umwelt | Ressourcen, 14.11.2011

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