CR-Management für Praktiker. Weiterbildung für nachhaltiges Wirtschaften. Universität Bayreuth, 07.-11.10.2019

Kampagne für Saubere Kleidung

Verhandlungen um die Entschädigungszahlungen für die Opfer der Brand- und Einsturzkatastrophen in Bangladesch

Acht Monate nach dem Brand der Tazreen Fashions Fabrik und drei Monate nach dem Einsturz des Rana Plaza Gebäudes in Bangladesch, welche 1243 Todesopfer und tausende Verletzte forderten, organisieren IndustriALL Global Union und IndustriALL Bangladesh Council ein Treffen, um mit den Unternehmen über die Entschädigungszahlungen für die Opfer der Brand- und Einsturzkatastrophen zu verhandeln.

Schöne Farben mit Schattenseite - viele Unternehmen lassen immer noch nicht "sauber" produzieren.
Foto: © Thomas Klauer / pixelio.de
Die Kampagne für Saubere Kleidung appelliert an die beteiligten Unternehmen, an den Treffen am 11. und 12. August in Dhaka teilzunehmen. Bei den Markenunternehmen, die dringend aufgefordert sind, zu diesem Treffen zu kommen, handelt es sich unter anderem um Benetton, Mango, Walmart, Primark, The Walt Disney Company, Adler, KiK, NKD, Kids for Fashion, Karl Rieker und Adler Modemärkte. NKD und Karl Rieker haben inzwischen Bereitschaft bekundet, am Treffen teilzunehmen.

Zu einer längerfristigen Kompensationszahlung hat sich allein Primark öffentlich ausgesprochen.

Viele arbeitslose, unter den Folgen der Katastrophe leidende ArbeiterInnen und hinterbliebene Familienangehörige sind mit einer verzweifelten Situation konfrontiert: sie können sich Medikamente, Wohnungsmiete, Lebensmittel und andere tägliche Ausgaben nicht leisten.

Eine Frau, die ihren Ehemann beim Fabrikseinsturz im April verlor, berichtete, dass der Leichnam ihres Mannes noch immer nicht gefunden wurde. Ihr Mann arbeitete als Näher im fünften Stock von Rana Plaza und verdiente 4800Taka (47 Euro) pro Monat. Sie betreut nun alleine ihr sieben Monate altes Baby und ihren kranken Vater. Ihr wurde von der BGMEA, der bangladeschischen Industriellenvereinigung (Bangladesh exporters' association) lediglich eine Nähmaschine und 1000 Taka (10 Euro) gegeben. Sie hat weder das letzte Gehalt ihres Mannes noch andere Entschädigungszahlungen erhalten.

"Wohlfahrtsprogramme wie Trainings und psychologische Unterstützung sind vollkommen unzureichend." so Kirsten Clodius von der Kampagne für Saubere Kleidung "Diese Familien benötigen eine komplette und gerechte Entschädigung, damit sie beginnen können, ihr Leben selbstbestimmt wiederaufzubauen. Sie haben einen hohen Preis für die Versäumnisse der Unternehmen, der Händler und der Regierung gezahlt.

Die langfristigen Entschädigungszahlungen für die Opfer von Rana Plaza werden auf über 54 Millionen Euro geschätzt.

Ansprechpersonen:
Kirsten Clodius, Christliche Initiative Romero
Tel. 0251 / 89 503
clodius@ci-romero.de

Liz Parker, Clean Clothes Campaign
Tel. +447881718438 / +441225571912




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Quelle: Kampagne für Saubere Kleidung
Lifestyle | Mode & Kosmetik, 29.07.2013

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