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Ein Zwischenruf und Weckruf

Frei nach dem Motto: Tue Gutes und rede darüber!

Das große Themenfeld der Integration und Migration ist seit unserem ersten Themenschwerpunkt in forum 1/2016 nicht kleiner geworden. Dies war vorauszusehen. Wir werden in den kommenden Newslettern und der kommenden Ausgabe von forum Nachhaltig Wirtschaften Beispiele guter Lösungen aus den Teilsegmenten Wohnen und Bauen - Spracherwerb - Ausbildung - Beschäftigung - kulturelle Vielfalt und gemeinschaftliche Projekte bringen und einladen, unsere Foren zu nutzen.

ABER!
Foto: UNHCRSeien wir weiterhin wachsam. Die Strapazen auf den Fluchtwegen, die tragischen Szenen an den Grenzen, die anschwellenden Auffanglager nahe den Kriegsgebieten, die vielfachen Ursachen von verzweifelter Flucht existieren noch! Schlicht: Das unmittelbar erfahrene Leiden der Betroffenen geht weiter. Statt vieler Worte zur Aktualität der Leidenswege: Schauen Sie sich in der der Mediathek von arte-TV den aktuellsten Thementag vom 02. Februar 2016 an.
Wenn Sie noch keine Motivation zur Anteilnahme und möglichen Mitwirkung am Integrationsprozess haben, dann werden Sie nach dem Ansehen der Einzelbeiträge „Flucht nach Europa. Der Winter", „Die Flüchtlingsindustrie", „Endstation Balkanroute", „Flucht aus Afghanistan", „Der steinige Weg nach Europa" ein All-in-one-Erlebnis erfahren, das Sie nicht untätig zurücklassen wird. Mögen auch die politischen Instanzen, die sich unmittelbar mit den Rahmenbedingungen der sichtlich ungelösten, unmenschlichen Vorgänge auf den Fluchtrouten zu befassen haben, auch diese Berichte mit wachem Geist ansehen!

Wir sehen uns durch unsere Gespräche bestätigt, künftig mit strukturierter Berichterstattung vor allem zum Gelingen der Integration in Deutschland beizutragen. Wir möchten Sie ermutigen, uns auf konstruktive Beiträge hinzuweisen, selbst zu initiieren, in denen Mitgefühl, Ideenreichtum, Mut und Tatkraft, Zuversicht und Ausdauer sichtbar werden. Aus unserer Sicht wird noch viel zu wenig über die konstruktiven Projekte und Prozesse gesprochen. Nehmen Sie also unser Angebot zur Verbreitung Ihrer Best Practices an!

Mit Beginn des Jahres haben wir dazu stichprobenartig auch mit Vertretern aller Akteursgruppen gesprochen, haben Bürgerversammlungen besucht, Ministerien, erste Kongresse und Symposien zum Themenfeld Integration und Migration, Entscheider der Verbände gesprochen, Hilfsorganisationen und Stiftungen, Verantwortliche von Konzernen und mittelständischen Unternehmen kontaktiert und die Betroffenen selbst, die Geflohenen besucht und eingeladen.

Wir fühlen uns bestätigt: Die Willkommensbereitschaft lebt! Es gründen sich Patenschaften in Kommunen, zwischen Unternehmen; Stiftungen konsolidieren sich, um den Herausforderungen effektiver zu begegnen. Zum Entstehen einer gemeinsamen Kultur müssen wir aber alle beitragen.

Vorschlag einer Konzertierten Aktion
Der ALTOP Verlag hat verschiedenen Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Verbänden, der Politik und der Medienlandschaft eine Konzertierte Aktion zum Thema Migration und Integration vorgeschlagen.

Wir verstehen darin ein aufeinander abgestimmtes Verhalten der wichtigsten Akteure im Feld der Integration zur Erreichung eines gemeinsam vereinbarten Ziels. Dieses gemeinsame Ziel wird in einem Prozess von zu diskutierenden Anforderungen und Lösungsansätzen mehrheitlich definiert und dann in einem intensiven Diskurs aus fachlicher Kompetenz und transparenter Berichterstattung den Bürgern vorgestellt.

Als wirtschaftspolitisches Instrument 1967 schon einmal erfolgreich initiiert und praktiziert, könnte eine Konzertierte Aktion ein Instrument zur Findung von demokratisch entwickelten Lösungen sein. Die komplexen Aufgabenstellungen des Integrationsprozesses lassen sich so besser gliedern, zuordnen, in einer zivilisierten Form der Debatte erörtern und den gesamten Prozess transparent gestalten. Begleitende mediale Berichterstattung, wie zuletzt und erfolgreich gestaltet im Schlichtungsverfahren zu Stuttgart 21, halten die Prozesse für alle Bürger nachvollziehbar und lassen Beteiligung zu.

Die Zusammensetzung der Konzertierten Aktion kann sich aus Vertretern aller Akteursgruppen im Feld von Migration und Integration formen. Begleitet wird dieses Szenario von Sachverständigen zu den einzelnen Themenblöcken.

Den Start dazu könnte das Bundeskanzleramt geben, das gegenwärtig alle Aktivitäten des Bundes zum Themenfeld Migration und Integration  koordiniert. Es könnte ein Szenario entstehen, das einerseits die Drucksituation auf politische Entscheidungsträger entspannt, gleichzeitig einen konzentrierten Dialog mit der Öffentlichkeit ermöglicht.

Wöchentliche Treffen unter Leitung des Bundeskanzleramtes und ergänzt durch einen anerkannten Moderator/Mediator - z.B.  Herrn Prof. Klaus Töpfer - sollten dazu dienen, objektive Daten aufzuarbeiten. Gegenseitiger Informationsaustausch sowie die Darlegung eigener Positionen und Ziele der beteiligten Akteure verdeutlichen die politischen Entscheidungsgrundlagen und mögliche Gemeinsamkeiten. Auf freiwilliger Basis wird so das gesellschaftspolitische Verhalten der Beteiligten aufeinander abgestimmt. Der Teilnehmerkreis muss natürlich eine Begrenzung haben, damit genügend Raum für Diskussion und Beschlussfähigkeit bleibt. Hierzu unterbreitet das Kanzleramt Vorschläge und lädt interessierte Stakeholder zur Bewerbung und Teilnahme ein.

Um dieses Instrument zu konstituieren, sollten sich umgehend die organisatorischen, fachlichen und medialen Instanzen hierzu zusammenfinden und einen Masterplan für die Konzertierte Aktion erstellen.

Dieser Prozess könnte sich in einem Bolero-Effekt, in Analogie zu einem Musikstück von Maurice Ravel, entwickeln. Stetig sich steigernd, in einem anhaltenden Fortissimo zu einer andauernden Willkommenskultur werden. Der Prozess kann natürlich Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern.

Ein Beitrag von Elmar Thomassek


Gesellschaft | Migration & Integration, 03.02.2016

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