B.A.U.M.-Jahrbuch: Jetzt kostenlos reinlesen

„Großer Schritt für mehr Nachhaltigkeit in der betrieblichen Altersvorsorge“

Neue EU-Regeln für betriebliche Altersvorsorge bekanntgegeben

Das Europäische Parlament und der Rat der EU haben heute offiziell ihre Einigung auf neue EU-Regeln für die betriebliche Altersvorsorge bekanntgegeben. Bei Investitionen müssen betriebliche Altersversicherungen zukünftig eine Divestment-Strategie verfolgen und damit aus Investitionen in fossile Energieträger aussteigen. Sie müssen das Geld der Kundinnen und Kunden nach sozialen und ökologischen Kriterien anlegen und eine gute Unternehmensführung berücksichtigen. Zudem erhalten die Versicherten künftig detailliertere Informationen zu ihren voraussichtlichen Versicherungsleistungen sowie zu den Kosten des Pensionsfonds.

Viele Verbraucher wünschen sich, dass ihr Erspartes dazu beiträgt, einen positiven Beitrag für den Klimaschutz, die Umwelt und soziale Projekte zu leisten. Foto: moritz320, pixabay.comDazu sagt Dr. Annabel Oelmann, Vorstand Verbraucherzentrale Bremen:

„Wir begrüßen die Einigung des Europäischen Parlaments und des Rats der EU auf neue Regeln für die betriebliche Altersvorsorge. Das ist ein großer Schritt, um die riesigen Fondsvermögen im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge in nachhaltige Investitionen zu lenken. Wir hoffen, dass dies als Initialzündung dient, um den Marktanteil der nachhaltigen Geldanlagen dadurch deutlich zu steigern. Die Verbraucherzentrale Bremen fordert, die staatliche Förderung der Altersvorsorge an gesetzlich festgelegte ethisch-ökologische Kriterien zu koppeln. Mit diesem Beschluss rückt eine entsprechende Regelung näher."

Hintergrund:
Viele Menschen wollen ihr Geld nicht mehr einfach nur anlegen, um damit möglichst hohe Zinsen und Renditen zu erzielen. Vielmehr soll Erspartes dazu beitragen, einen positiven Beitrag für den Klimaschutz, die Umwelt und soziale Projekte zu leisten. Dazu zählt auch, was die Fachwelt als "Divestment" bezeichnet: Kapital aus klimaschädlichen Unternehmen abzuziehen und anderweitig anzulegen.

In der internationalen Divestment-Bewegung "go fossil free" werden institutionelle Anleger, wie zum Beispiel Länder, Städte, Universitäten, Stiftungen oder Finanzdienstleister wie Versicherungen aufgerufen, ihre Aktien, Anleihen oder andere Unternehmensbeteiligungen aus der Öl-, Gas- und Kohleindustrie zu verkaufen. Die Bewegung nennt 200 börsengehandelte Unternehmen aus diesen Branchen, darunter RWE, BASF, Total, BP oder Shell. Das Prinzip dieser Bewegung: keine finanzielle Unterstützung klimaschädlicher Unternehmen und das Bekenntnis zum verantwortungsvollen Investieren. Über 500 Institutionen und Kommunen haben sich bereits zum Divestment entschlossen, darunter die Stadt Münster und der norwegische Pensionsfonds. Der Fonds ist der weltweit größte Staatsfonds und verwaltet knapp 900 Milliarden Euro. Auch Verbraucher können Divestment betreiben und ihre persönliche Geldanlage klimafreundlich gestalten."

Kontakt: Verbraucherzentrale Bremen e.V., Oliver Brandt | oliver.brandt@vz-hb.de | www.verbraucherzentrale-bremen.de


Lifestyle | Geld & Investment, 30.06.2016

Cover des aktuellen Hefts

Time to eat the dog

forum Nachhaltig Wirtschaften 01/2019

  • Kein Müll!
  • Fridays for the Future
  • Nachhaltigkeit kleidet!
  • Die Insel der Träume
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
24
MAI
2019
Globaler Klimastreik zur Europawahl
Mach die Europawahl zur Klimawahl!
europaweit


05
JUN
2019
SOLPACK 3.0
Internationale Konferenz für nachhaltige Verpackungen
20457 Hamburg


21
JUN
2019
ERDFEST 2019
Auf dem Weg zu einer neuen kulturellen Allmende
deutschlandweit


Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!


Philosoph aus Leidenschaft

Angedacht...
Wesen der Verbundenheit. Unsere Identität verdankt sich den Beziehungen, in denen wir stehen.




  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Alfred Ritter GmbH & Co. KG
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Bayer Aktiengesellschaft
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene
  • Global Nature Fund (GNF)
  • PEFC Deutschland e. V.
  • Deutsche Telekom AG


Bundesweiter Pflanz-Wettbewerb. 1. April bis 31. Juli 2019. Jederzeit anmelden: Alle Flächen, alle Menschen können mitmachen!