Digitale Aufholjagd in Europa
Budapest, Bukarest, Prag, Dubrovnik oder Skopje: Was haben all diese Städte gemeinsam? Sie werden zu Smart Cities.
Die Suche nach einer digitalen Spitzenleistung in Europa führt uns in den äußersten Osten Griechenlands. Die drahtlose Verbindung zwischen der kleinen Insel Kastellorizo und Rhodos erstreckt sich über 150 km. Es ist die längste dieser Art in Europa und eine der anspruchsvollsten Drahtlosverbindungen weltweit. Mit seinen hohen Bergen und zahlreichen Inseln hält Griechenland große Herausforderungen für Telefongesellschaften bereit. Das ist Innovation in Bestform und entspricht ganz sicher nicht der allgemeinen Wahrnehmung einer digitalen Rezession auf dem alten Kontinent oder Rückstand. Vielmehr schließt Europa zu den USA und Asien auf. Diese Aufholjagd eröffnet seinen 740 Millionen Einwohnern enorme Möglichkeiten.

Nehmen wir Budapest, Bukarest, Prag, Dubrovnik oder Skopje: Was haben all diese Städte gemeinsam? Sie werden zu Smart Cities. Wo die Telekom vertreten ist, bietet sie eine Fülle an intelligenten Lösungen für Städte: Sei es auf Parkplätzen, bei der Straßenbeleuchtung oder im Verkehrsmanagement – gemeinsam mit der jeweiligen Stadtverwaltung arbeiten wir daran, das Leben in den Ballungszentren einfach und bequem zu machen. Und zwar sowohl für die Unternehmen als auch für uns, die Bürger. Diese Smart City-Lösungen bergen in meinen Augen ein unverkennbares Potenzial. Durch solche Lösungen können wir zu einer nachhaltigen Gestaltung unserer Zukunft und der Umwelt beitragen.
Nehmen wir den ICT-Sektor: Die Unterstützung sowohl kleinerer als auch großer Unternehmen auf ihrem Weg in die Digitalisierung ist ein weiterer Bereich, in dem ich enorme Chancen sehe. In Ungarn, der Slowakei, in Griechenland und Kroatien sind wir Marktführer. Wir können voneinander lernen und weiter auf dieser Dynamik aufbauen. Unsere Stärken liegen in der Zusammenarbeit, dem Austausch und Lernen. Dadurch wachsen wir und bringen nicht nur wirtschaftlichen Wohlstand, sondern schlagen auch Brücken und tragen dazu bei, soziale Gegensätze zu verringern und Spannungen zu mildern.
Die größte Chance für Europa: 5G. Europa muss diese Chance nutzen. 5G ist das zentrale Thema des Mobile World Congress in Barcelona. 5G wird die digitale Welt mehr verändern als jede andere Innovation zuvor. Im Laufe der Zeit wird das weltweite BIP-Wachstum dank 5G-Technologie um 3 Billionen USD steigen [kumulativ im Zeitraum 2020 bis 2035]. Zum Vergleich: Dies entspricht in etwa der Größe einer Volkswirtschaft wie Indien!
Für die globale Kommunikation ist auch ein globaler Standard erforderlich. Und die Deutsche Telekom ist eine der treibenden Kräfte hinter dem 5G-Standard, der Mitte 2018 eingeführt werden soll. Die erfolgreiche Einführung von 5G hängt stark von einer engen Zusammenarbeit ab – mit anderen Netzbetreibern, mit der Industrie, mit den Regierungen sowie mit den Regulierungsbehörden. Kurz gesagt: Mit allen Beteiligten, die das gleiche Ziel verfolgen: 5G zum Erfolg zu verhelfen.
Darum bitten wir die Regulierungsbehörden in Europa, diese großartige Chance zu unterstützen und zu fördern. Wir sind davon überzeugt, dass der Netzausbau auf dem Weg zu 5G beschleunigt und vereinfacht wird, wenn die Politik ihre Richtlinien und Vorschriften entsprechend anpasst. Ein politischer Rahmen, der Investitionen in die 5G-Technologie begünstigt, ist von grundlegender Bedeutung. Vor allem mehr Planungssicherheit bezüglich der möglichen künftigen Regulierung von 5G-Netzen ist unabdingbar.
Europa ist für die digitale Reise in die Zukunft gut gerüstet. Im Mittelpunkt stehen dabei die Kunden mit ihren Wünschen und Bedürfnissen, die optimal erfüllt werden sollen. Es gilt, Technologie und Konnektivität in den Dienst der Menschen zu stellen – sei es in einer Großstadt oder auf einer entlegenen Insel.
Quelle: Deutsche Telekom AG
Technik | Innovation, 01.03.2017

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