Kampagne Leere Tonne

Protest zum Tag der Lebensmittelverschwendung

  • Protest zum Tag der Lebensmittelverschwendung
  • Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen – drei „Agrarminister" hocken auf Mülltonnen
Am 02. Mai demonstrierten Aktive der Kampagne Leere Tonne vor dem Agrarministerium für den Wegwerfstopp für Supermärkte. © Aktion AgrarAm 02. Mai demonstrierten Aktive der Kampagne Leere Tonne vor dem Agrarministerium für den Wegwerfstopp für Supermärkte. © Aktion Agrar
Anlässlich des Tages der Lebensmittelverschwendung protestierte die Kampagne „Leere Tonne – Wegwerfstopp für Supermärkte" heute vor dem Bundesagrarministerium. Drei Aktive in Anzügen und mit identischen Agrarminister-Masken hockten auf roten Mülltonnen und hielten sich Augen, Ohren bzw. den Mund zu. Zahlreiche Essensretter, etliche von ihnen in bunten Gemüse-Kostümen, protestierten gegen diese Ignoranz.
 
Leonie Dorn von Aktion-Agrar erklärte: „Mit jedem Lebensmittel landet Energie, Wasser und die Chance für alle Menschen, sich zu ernähren, in der Tonne. Das Problem ist riesig. Aber Minister Schmidt bleibt ignorant. Mit viel zu wenig Personal und einseitiger Fixierung auf die Rolle der Verbraucher bremst er wirkliche Veränderungen und ein kluges Gesamtkonzept gegen die Verschwendung aus." Für die verschwendeten Lebensmittel wird enorm viel CO2 freigesetzt. Weltweit zusammengerechnet und behandelt wie ein Staat der Vereinten Nationen würde das Wegwerfland auf Platz 3 der größten Klimagas-Ausstoßer nach den USA und China landen.
 
2016 hatte der WWF zum ersten Mal den Tag der Lebensmittelverschwendung ausgerufen, basierend auf seinen Berechnungen, nach denen ein Drittel aller Lebensmittel in der Tonne landet – oder übertragen auf das Jahr bis zum 2. Mai kein Lebensmittel tatsächlich den Weg in einen menschlichen Magen findet.
 
Manuel Wiemann vom Foodsharing-Netzwerk ergänzte: „Dieser Minister muss absichtlich weghören und wegsehen, denn längst haben Bundestag und Bundesrat konsequente Maßnahmen gegen die Verschwendung eingefordert. Und die Menschen im Land sind auch sauer: 87 Prozent der Bundesbürger fordern einen gesetzlichen Wegwerfstopp für Supermärkte*. Wir haben von mehr als 50.000 davon Unterschriften bekommen und bereits im letzten Jahr übergeben."
 
Erst am 31. März hatte der Bundesrat auf Antrag des Landes NRW beschlossen, ein Gesamtkonzept gegen Verschwendung zu fordern. Die Kampagne Leere Tonne begrüßte das, fürchtet aber nun erneut Untätigkeit des zuständigen Ministeriums.
 
Louise Duhan von der Slow Food Youth: „Schon 2012 hatte der Bundestag beschlossen, die Lebensmittelverschwendung bis 2020 zu halbieren. Schmidt verkündete inzwischen, dass er das Ziel für 2030 erreichen wolle – aber selbst das ist völlig unrealistisch, wenn er so weitermacht. Es ist klar: Ohne Druck der Zivilgesellschaft ändert sich nichts. "
 
Weitere Informationen finden Sie hier.
 
* 87 % der Befragten sagten in einer repräsentativen Umfrage von Infratest Dimpa im Auftrag von Abgeordnetenwatch im September 2016, dass sie einen Wegwerfstopp für Supermärkte ähnlich des französischen Gesetzes begrüßen würden.
 
Die Kampagne Leere Tonne wird getragen von der BUNDjugen, der Slow Food Youth, dem Foodsharing Netzwerk und Aktion Agrar. Mit zahlreichen Aktionen wies das Bündnis auf die Folgen und Ursachen der Verschwendung hin und fordert einen gesetzlichen Wegwerfstopp für Supermärkte, da den Märkten eine besondere Rolle zwischen Verbraucher/innen und Erzeuger/innen zukommt.-
 
Kontakt: Jutta Sundermann, Aktion Agrar | jutta.sundermann@aktion-agrar.dewww.aktion-agrar.de

Lifestyle | Essen & Trinken, 02.05.2017

     
        
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