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Klimaschutz ist Meeresschutz

Meeresumwelt-Symposium befasst sich mit aktuellen Problemen der Meeresumwelt

Klimaschutz und Meeresschutz sind nicht voneinander zu trennen. Alle Prozesse, die Einfluss auf die Umwelt haben, können in ihrer Wirkung nur dann umfassend beurteilt werden, wenn eine detaillierte, auf Dauer angelegte Sammlung aller relevanten Daten und Informationen zur Verfügung steht. Sie werden auch benötigt, um Maßnahmen zur Verbesserung des marinen Ökosystems zu entwickeln und deren Wirksamkeit zu überprüfen. Diese zwei Kernaussagen kennzeichnen die Ergebnisse der Diskussionen auf dem 27. Meeresumwelt-Symposium, das sich am 13. und 14. Juni 2017 in Hamburg mit aktuellen Problemen der Meeresumwelt befasste.
 
Untersuchungen in den Meeren belegen, dass die Klimaerwärmung eindeutig voranschreitet © robynm, pixabay„Das breite und sehr interessante Themenspektrum des diesjährigen Meeresumwelt-Symposiums zeigt wirklich, dass die Wissenschaft sich sehr intensiv mit den Themen befasst, die in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Das Symposium gab unter anderem Beiträge zum Umgang mit den Themen Klimawandel und Klimaschutz, zum besseren Verständnis der Korrelation von Meer und Klima", freute sich die Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Monika Breuch-Moritz.
 
Untersuchungen in den Meeren belegen, dass die Klimaerwärmung eindeutig voranschreitet. Neben anderen Phänomenen sei auch der deutliche Rückgang des Eises in der Arktis und der Meeresspiegelanstieg ein Beleg dafür. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betonten jedoch, dass alle Zukunftsprojektionen zu Ausmaß und Geschwindigkeit mit großer Unsicherheit behaftet seien.  Sie sind Gegenstand aktueller Diskussionen in der Forschung.
 
In allen Themenblöcken - „Klimawandel und Meer", „Arktis", „Schifffahrt", „Fischerei", „Meeresnaturschutz" und „Mehr vom Meer" - wiesen die Referentinnen und Referenten auf die Notwendigkeit einer umfassenden Datenbasis hin. Der Bedarf, weitere Daten zu erheben, gilt für die Bewertung des Einflusses sowohl der kommerziellen als auch der Angelfischerei ebenso wie für die Bewertung der Menge des Mülls in der Arktis. Nach wie vor fehlen methodische Standards und ausreichende Messungen, um die Ergebnisse der Programme zur Erfassung des Plastikmülls in der Arktis vergleichen und bewerten zu können.
 
Rund 400 Fachleute diskutierten im Rahmen des 27. Meeresumwelt-Symposiums aktuelle Themen der Meeresumwelt. Sie repräsentieren nationale und internationale Grundlagen- und Ressortforschung, maritime Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Naturschutzverbände. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) organisiert das Symposium in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).
 
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ist die zentrale maritime Behörde der Bundesrepublik Deutschland. Mit den Dienstsitzen in Hamburg und Rostock unterstützt die Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur als Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung die maritime Wirtschaft, fördert die Sicherheit auf dem Meer sowie die nachhaltige Meeresnutzung, informiert über den Zustand von Nord- und Ostsee und stärkt über Monitorings den Umweltschutz.
 
Kontakt: Susanne Kehrhahn-Eyrich, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie  (BSH
Susanne.Kehrhahn-Eyrich@bsh.de | www.bsh.de

Umwelt | Klima, 19.06.2017

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