Klimakonferenz in Bonn: Die Zukunft der Welt entscheidet sich vor allem lokal

Stadtbegrünung gegen den Klimawandel

Es geht darum, die Welt langfristig lebenswert zu gestalten: Vom 6. bis 17. November 2017 findet die Weltklimakonferenz (COP23) unter der Präsidentschaft Fidschis statt. Diplomaten, Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft aus aller Welt werden sich in Bonn treffen, um die Herausforderungen eines sich verändernden Weltklimas zu debattieren. Die Regierungen der Teilnehmerländer werden die Details zur Anwendung des Pariser Abkommens von 2015 weiter ausarbeiten. Lösungen für die Folgen des Klimawandels bietet Stadtgrün.
 
Kleinere und mittlere Parkanlagen sind für den Klimaschutz effektiver als einzelne große. © chapay, pixabayVon der EU-Kommission beauftragte Forscher prophezeiten in einer Studie, dass bis zum Jahr 2100 bis zu 152.000 Menschen an den Folgen von klimawandelbedingten Unwettern, Hitzewellen und Überschwemmungen sterben werden – allein in Europa. Auch in Deutschland müssen die Menschen mit Veränderungen rechnen – etwa mit der Zunahme von Hochwassern in Ballungsgebieten.
 
„Wir setzen uns nicht nur für mehr Stadtgrün ein, weil es urbane Räume lebenswerter macht, sondern vor allem aus stadtklimatologischen Gründen", sagt Lutze von Wurmb, Präsident des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL), der die Initiative „Grün in die Stadt" ins Leben gerufen hat.
 
„So können z. B. Kraut-, Strauch- und Baumschichten Sauerstoff bilden, Kohlendioxid abbauen, Luftverunreinigungen binden, für Schatten und Verdunstung sorgen und damit die negativen Effekte des Stadtklimas abmildern", erläutert der Experte. „Das ist eine enorme Entlastung für die Umwelt."
 
Im Umkehrschluss bedeutet dies: Je mehr Bäume und Büsche gepflanzt, je mehr Grünflächen angelegt werden, umso geringer die Auswirkungen des Klimawandels – dabei sind mehrere kleine und mittlere Anlagen sogar effektiver als vereinzelte Leuchtturmprojekte. „Es wirkt auf den ersten Blick nicht immer so, wenn irgendwo in Deutschland ein kleiner Park angelegt wird oder Bäume gepflanzt werden", sagt Wurmb. „Aber jede einzelne Grünfläche ist ein Stück im Puzzle Weltklima." Dazu zählt auch die Begrünung von Dächern und Fassaden.
 
Der Bund hat den Ernst der Lage erkannt, stellt deshalb Städten und Gemeinden mit dem neuen Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün" 50 Millionen Euro jährlich für quartiersbezogene Grünmaßnahmen zur Verfügung. Für die Initiative „Grün in die Stadt" ein wichtiger und gleichzeitig unerlässlicher Schritt.
Die Wichtigkeit einzelner grüner Aktionen und Initiativen wird auch auf der Weltklimakonferenz betont. Parallel zu den Regierungsverhandlungen werden dort auch konkrete Maßnahmen staatlicher und nicht-staatlicher Klimaschutzinitiativen vorgestellt. Die Präsentationen sollen zeigen, was weltweit bereits zur Treibhausgas-Minderung und Anpassung an den Klimawandel unternommen wird.
 
„Grün in die Stadt" ist eine Initiative des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V.. Die Initiative bündelt Informationen zu vielen positiven Aspekten städtischen Grüns und dient zugleich als Plattform für Dialog und Austausch mit allen Interessierten.

Kontakt: Projektbüro "Grün in die Stadt" | presse@gruen-in-die-stadt.de | www.gruen-in-die-stadt.de

Gesellschaft | Politik, 07.11.2017

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