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EinDollarBrille ausgezeichnet mit dem Next Economy Award in der Kategorie „People“

Ex-Fußballer und Unternehmer Philipp Lahm überreicht den Preis an Gründer und Vorstand Martin Aufmuth

Umfassender Ansatz des EinDollarBrille e.V. zielt auf augenoptische Grundversorgung, Schaffung von Arbeitsplätzen und wirtschaftliche und soziale Entwicklung ab

Die EinDollarBrille wurde mit dem Next Economy Award in der Kategorie 'People' ausgezeichnet © EinDollarBrille e.V.Die Organisation EinDollarBrille e.V., die sich für die Versorgung von Menschen in Entwicklungsländern mit passenden und bezahlbaren Brillen engagiert, hat den Next Economy Award in der Kategorie "People" erhalten. Gründer und Vorstand Martin Aufmuth nahm den Preis vor rund 1.000 Gästen aus den Händen von Ex-Fußballer und Unternehmer Philipp Lahm entgegen. Neben dem Zugang ärmerer Bevölkerungsschichten zu einer augenärztlichen Grundversorgung verbessert die EinDollarBrille Bildungschancen, schafft Arbeitsplätze und fördert so wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Dieser umfassende Ansatz hatte die Methodikteams und die Jury des Next Economy Awards überzeugt.
 
Mit dem Next Economy Award zeichnet die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem Rat für Nachhaltige Entwicklung und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK)  Startups aus, die auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit setzen. Beworben hatten sich 160 Start-ups; der Next Economy Award wird in vier Kategorien verliehen.
 
Erst in diesem Sommer hat die EinDollarBrille ihr fünfjähriges Jubiläum gefeiert und auch in diesem Jahr wieder einige Meilensteine erreicht:
  • Seit ihrer Gründung hat der EinDollarBrille e.V. 100.000 Menschen in Entwicklungsländern mit Brillen versorgt. In seinen Projektländern beschäftigt die Organisation mittlerweile rund 100 Fachkräfte. In Deutschland sind für die Organisation rund 180 Ehrenamtliche aktiv.
  • Ausbau der Vertriebsstrukturen: In Burkina Faso und Malawi wurden neue Shops an zentralen Punkten im Land eingerichtet; in Bolivien wiederum baut die Organisation ein Shop-in-Shop-System auf und arbeitet mit Partnern wie den Betreibern von Geschäften zusammen.
  • Projektstart in Indien: In Indien ist der EinDollarBrille e.V. im September 2017 mit einem Pilotprojekt im Bundesstaat Odisha an den Start gegangen. Gemeinsam mit einem lokalen Unternehmer gründete die EinDollarBrille die Netram Ltd., die zukünftig das operative Geschäft vor Ort leiten soll. Das Konzept sieht zukünftig die Ausbildung junger Männer und Frauen vom Land in Herstellung und Vertrieb der EinDollarBrillen vor; nach einer Prüfung sollen sie dann in ihrer Heimat auf dem Land für die Verbreitung der EinDollarBrillen sorgen. Bereits 16 junge Menschen wurden seit Projektbeginn ausgebildet und zahlreiche „Outreaches" (regionale Kampagnen) durchgeführt, bei denen potenzielle Patienten untersucht wurden und bei Bedarf eine EinDollarBrille erhalten haben.
 „Wir haben in unseren ersten fünf Jahren enorm viel Engagement, Kreativität und Herzblut investiert, um ein ganzheitliches System für eine umfassende augenoptische Grundversorgung zu entwickeln und aufzubauen, das wirklich alle Aspekte berücksichtigt", resümiert Martin Aufmuth, Gründer und Vorstand der EinDollarBrille.
 
„Dafür haben wir mit der EinDollarBrille das richtige Produkt; gleichzeitig sieht unser Konzept eine lokale Produktion und Wartung der Brillen vor – eben da, wo sie gebraucht werden. Gleichzeitig entwickeln wir Vertriebsstrukturen, die auf die regionalen Verhältnisse abgestimmt sind, und haben außerdem ein Ausbildungskonzept für lokale Optiker auf den Weg gebracht, das auf die Vermittlung grundlegender Kompetenzen bei der Brillenanpassung ausgerichtet ist. Dass unser Konzept nun mit dem Next Economy Award ausgezeichnet wird freut uns sehr – und motiviert unser gesamtes Team und auch mich persönlich, unsere Arbeit fortzusetzen."   
 
Über EinDollarBrille e.V.
Über 150 Millionen Menschen weltweit leiden laut einer WHO-Studie unter einer Fehlsichtigkeit, die mit einer einfachen Sehhilfe behoben werden könnte, verfügen jedoch nicht über die Mittel, sich eine herkömmliche Brille zu kaufen. Der geschätzte Einkommensverlust, weil fehlsichtige Kinder nicht lernen und Erwachsene nicht arbeiten können, beträgt rund 120 Mrd. US Dollar jährlich, was dem globalen Budget für Entwicklungshilfe entspricht. Der EinDollarBrille e.V. hat vor diesem Hintergrund eine weltweite Versorgung mit qualitativ hochwertigen und dabei günstigen, robusten und individuell angepassten Brillen zum Ziel.
 
Der Verein wurde 2012 von Martin Aufmuth, dem Erfinder der EinDollarBrille, gegründet; der Verein ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Die EinDollarBrille kann von Menschen vor Ort hergestellt und verkauft werden. Die Materialkosten für eine Brille liegen bei rund einem US-Dollar; der Verkaufspreis bei zwei bis drei ortsüblichen Tageslöhnen. Die Ausbildung der Brillenproduzenten und der Aufbau des Projektes in den Zielländern werden durch Spenden finanziert. Das Projekt ist nachhaltig: Aus dem Verkaufserlös der Brillen werden die Gehälter im Land bezahlt und Material für neue Brillen nachgekauft. Ziel ist eine kontinuierliche, finanziell unabhängige augenoptische Grundversorgung der Bevölkerung in Entwicklungsländern in Afrika und Südamerika.
 
Kontakt: EinDollarBrille e.V. | presse@onedollarglasses.org | www.eindollarbrille.de

Gesellschaft | Pioniere & Visionen, 08.12.2017

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