B.A.U.M.-Jahrbuch: Jetzt kostenlos reinlesen!

Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm

„Phosphor ist ein wichtiger und ebenso knapper Rohstoff. Kommunen, die sich um die Rückgewinnung von Phosphor bemühen, gehen einen zukunftsweisenden Weg.“

Phosphor wird vor allem als Düngemittel benötigt. Pflanzen verkümmern, wenn sie nicht genügend Phosphate aufnehmen können. Weltweit werden die Phosphor-Vorräte knapper und für die Düngung gibt es keine alternativen Stoffe. „Phosphor ist ein wichtiger und ebenso knapper Rohstoff. Er ist in Klärschlämmen enthalten, ein Großteil der Schlämme wird allerdings verbrannt, ohne dass der darin enthaltene Phosphor genutzt wird", sagte die hessische Umweltministerin Priska Hinz während der Übergabe eines Förderbescheids in Gießen. „Kommunen, die sich um die Rückgewinnung von Phosphor bemühen, schonen unsere natürlichen Ressourcen und gehen damit einen zukunftsweisenden Weg."

Auch kleine Kläranlagen können eine beachtliche Phosphor-Ausbeute erbringen, die helfen kann, den heimischen Phosphor-Bedarf zu decken. © leyo, de.wikipediaDie Mittelhessischen Wasserbetriebe (MWB) erhalten die Landesförderung für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie über die Verwertung kommunaler Klärschlämme als Phosphor-Ressource und klimaneutraler Energieträger für Mittelhessen im Rahmen der Ressourcenschutzstrategie des Landes Hessen. Die Studie soll unter Einbindung von Kommunen und Verbänden Handlungsoptionen für Mittelhessen aufzeigen und auf ähnlich strukturierte Regionen im ländlichen Raum übertragbar sein. „In Hessen werden Lösungen mit möglichst vielen Kläranlagen entwickelt, die für die regionalen Gegebenheiten entsprechend ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll sind", so Hinz. Die Gesamtkosten der Machbarkeitsstudie belaufen sich auf 330.000 Euro. Das Umweltministerium übernimmt die Hälfte der Kosten in Höhe von 165.000 Euro. Das Projekt wird im Rahmen der Ressourcenschutzstrategie umgesetzt, mit der das Land Hessen einen sparsamen Umgang mit und eine effiziente Nutzung von natürlichen Ressourcen anstrebt.

Ab 2029 wird die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlämmen außerdem Pflicht für Kläranlagen von Gemeinden ab 50.000 Einwohnern. Das nun vom hessischen Umweltministerium geförderte Vorhaben schließt ebenfalls die rechtlich nicht verpflichteten Kläranlagen in die Phosphor-Rückgewinnung ein. „Auch kleine Kläranlagen können eine beachtliche Phosphor-Ausbeute erbringen, die helfen kann, den heimischen Phosphor-Bedarf zu decken. Um dieses Potential auszuschöpfen, unterstützen wir hessische Kommunen und kommunale Kläranlagenbetreiber bei der Erstellung und Umsetzung regionaler Konzepte", ergänzte die Umweltministerin.

„Ich freue mich über die Weitsicht, mit der die Gießener Akteure ein kommunales Konzept für Mittelhessen entwickeln wollen, um die Klärschlammverwertung sicher und zukunftsfähig zu gestalten", resümierte die Ministerin, „ich hoffe, dass dieses gute Beispiel im Sinne des Ressourcenschutz Schule machen wird."

Kontakt: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz   
pressestelle@umwelt.hessen.de | www.umwelt.hessen.de 


Umwelt | Ressourcen, 11.01.2018

Cover des aktuellen Hefts

Afrika – Kontinent der Entscheidung

forum Nachhaltig Wirtschaften 02/2019

  • Small is beautiful: Tiny Houses
  • Das Plastik-Problem anpacken
  • E-Mobilität
  • Wirtschaftsverbrechen
  • Solarguerilla
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
SEP
2019
9. Filme für die Erde Festival
Wissen weitergeben – Bewusstsein schaffen
DACH


16
OKT
2019
Österreichischer CSR-Tag 2019
17 Ziele – Zahlreiche Chancen: Die Innovationskraft der UN-Nachhaltigkeitsziele
A-6020 Innsbruck


Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!


Philosoph aus Leidenschaft

Angedacht ...
RECHT... zur aktuellen Weltsituation.




  • PEFC Deutschland e. V.
  • Alfred Ritter GmbH & Co. KG
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Deutsche Telekom AG
  • VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence
  • Bayer Aktiengesellschaft
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Global Nature Fund (GNF)