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1-Euro-Petition für bezahlbaren Nahverkehr an die Bundesregierung gestartet

Für nur einen Euro pro Tag Bus & Bahn in jeder deutschen Stadt fahren!

Die Initiative Clevere Städte hat heute eine bundesweite Petition gestartet: Die Bundesbürger sollen ab dem 1.1.2019 für einen Euro pro Tag Bus & Bahn fahren können. Die Bundesregierung soll zur Finanzierung 8 Mrd. Euro Diesel-Subventionen umwidmen. So sollen mehr Menschen ihren Diesel-Pkw stehen lassen und auf Bus und Bahn umsteigen. Die Petition entwickelt damit den Vorstoß der Bundesregierung für einen bundesweiten kostenlosen ÖPNV weiter in eine realisierbare Maßnahme gegen Fahrverbote und Klimaschutz.
 
Boris Hekele hat diese Petition an Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Barbara Hendricks und an 2 mehr gestartet. © Boris Hekele"Für einen Euro pro Tag Bus und Bahn fahren - das ist ein klares Zeichen für saubere Luft, für eine wirksame Klimapolitik und für eine längst überfällige Verkehrswende auf Bundesebene”, sagt Heinrich Strößenreuther von der Initiative Clevere Städte, einer der beiden Initiatoren dieser 1-Euro-Petition.
 
Diese Petition ist die Weiterentwicklung des Vorschlages der Bundesumweltministerin Hendricks (SPD), des Bundesverkehrsministers Schmidt (CSU) und des Kanzleramtsminister Altmaier (CDU). Sie schlugen einen kostenlosen Nahverkehr in einigen Städten vor, um Fahrverbote zu vermeiden. Einige Verkehrsverbände lehnten diesen Vorschlag ab, da kurzfristig Fahrzeug- und Infrastruktur-Kapazitäten fehlten. Würden aber Jahreskarten für einen Euro pro Tag, also 365 Euro, wie in Wien, Vorarlberg und Hessen zu haben sein, würden mehr und mehr Menschen vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen, ohne zu plötzlichen Kapazitätsengpässen zu führen.
 
"Hendricks, Schmidt und Altmaier sollen jetzt zeigen, dass Politik in Zeiten von Politikverdrossenheit mehr als Sonntagsreden kann: Klimapolitisch sind unsere Forderungen ein pragmatischer Einstieg in eine ernsthafte Verkehrswende”, fordert Boris Hekele, Mit-Initiator der 1-Euro-Petition.
 
Tatsächlich würden dieses Ticket zu einer Halbierung der derzeitigen Preise für Jahreskarten führen. Die Finanzierung dieser 365-Euro-Jahreskarten soll durch den Bund erfolgen, der im Gegenzug die acht Milliarden Euro Diesel-Subventionen streichen soll. In Wien hat die Einführung einer 365-Euro-Jahreskarte zu einer Verdopplung der Jahreskarten-Nutzer geführt.
 
"Umweltfreundliches Mobilitätsverhalten muss honoriert werden, umweltschädliches darf nicht weiter subventioniert werden”, fordert Strößenreuther, der als Verkehrsexperte auch Unternehmen des öffentlichen Verkehr berät.
 
Tatsächlich würde dieser politische Coup nichts kosten. Die Finanzierung dieser 1-Euro-Tickets wird günstiger sein als die derzeitigen Diesel-Subventionen von 8 Mrd. Euro. Selbst der Vorstandsvorsitzende von VW, Matthias Müller, fordert den Abbau der umweltschädlichen Dieselsubventionen. "Dem Schließen wir uns an und sagen lieber für einen Euro pro Tag Bus und Bahn fahren als für acht Milliarden Euro weiter Fahrverbote riskieren."
 
Den Link zu dieser 1-Euro-Petition finden Sie hier.
 
Über die Initiative Clevere Städte
Mit App, Web und Crowd sowie Studien, Kampagnen und (Probono)-Projekten und Studien setzen wir uns als Verkehrsexperten und politischer Think Tank für attraktive, lebenswertere und klimafreundliche Städte und für smarte Alternativen zu Fahrverboten ein. Die Initiative, rechtlich abgesichert über die Agentur für clevere Städte, hat ihren Sitz in Berlin und ist gemeinwohlorientiert. Die Initiative wurde gegründet von Heinrich Strößenreuther (50), der seit 20 Jahren zu Verkehrs- und Nachhaltigkeitsfragen im Bundestag, bei Greenpeace und der Deutschen Bahn arbeitete und hauptberuflich als Interims-Geschäftsführer/Berater rund um die Verkehrswende tätig ist; er hat 2015 die Initiative Volksentscheid Fahrrad gestartet und damit für Deutschlands erstes Radverkehrs- und Mobilitätsgesetz gesorgt.
 
Kontakt:
Heinrich Strößenreuther, Initiative Clevere Städte
presse@clevere-staedte.de | www.clevere-staedte.de

Technik | Mobilität & Transport, 15.02.2018

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