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Mangelware Sand

Illegale Machenschaften, bedrohte Tierarten und das Verschwinden von Stränden

Sand wird weltweit knapp. Er versteckt sich überall im Alltag – in Elektrochips, Solarzellen, Kosmetikprodukten oder Glas. Hauptsächlich aber in den Häusern, in denen wir wohnen, und den Straßen auf denen wir uns bewegen. Die gesamte Weltwirtschaft hängt von dieser unscheinbaren Ressource ab, die wir schneller verbrauchen als sie natürlich produziert wird.
 
Der Sand wird knapp
Wussten Sie, dass Sand nach Wasser die am zweithäufigste verbrauchte Ressource überhaupt ist? © pixabay, Foundry Co.
Nach Wasser ist Sand der meist verbrauchte Rohstoff überhaupt. Laut einer Studie der UNEP werden jährlich 40 Milliarden Tonnen Sand weltweit verbraucht. Etwa drei Viertel des weltweit geförderten Sandes verwandelt die Bauwirtschaft in Beton und Asphalt. Der anhaltende Bauboom – bedingt durch Bevölkerungswachstum und zunehmender Verstädterung – lässt den Bedarf weiterwachsen.
 
Auch wenn die Sandförderraten in Europa und Nordamerika hoch sind, sind die größten Sandverbraucher die schnell wachsenden asiatischen Länder. China hat in den letzten zwei Jahren so viel Zement verbraucht wie die Vereinigten Staaten in einem Jahrhundert. Und auch Inselstaat Singapur ist vom Sand abhängig, um Wohnraum für seine wachsende Bevölkerung zu schaffen. 
 

Illegaler Sandabbau
Die hinterlegte Infografik veranschaulicht die komplexen Zusammenhänge zwischen Sandabbau, Umwelt und Gesellschaft. © Trade Machines FI GmbH
Die Erschöpfung der Ressourcen, verbunden mit dem wachsenden Bedarf der Industrie, zieht immer mehr Wirtschaftsakteure an. Trotz der Maßnahmen vieler Regierungen, darunter Kambodscha, Vietnam und Malaysia, wie z.B. die Einstellung des Abbaus und der Exporte von Meeressand, wird der illegale Sandabbau aus Mangel an Kontrolle und Bewusstsein fortgesetzt. Dabei wurden schon Hunderte von Menschen getötet und immer noch begeben sich zum Beispiel in Indien sogenannte Sandtaucher ohne Ausrüstung in 15m Tiefe, um Sand mit Eimern abzutragen.
 
Ein zweischneidiges Schwert
Industrie und Einwohner profitieren kurzfristig von der Sandindustrie. Städte entwickeln sich, für manche ist Sand die einzige Einnahmequelle. Der Überkonsum und die drastischen Abbaumaßnahmen gefährden jedoch Fauna und Flora. Die Fakten sind alarmierend. Weltweit sind 75 bis 90% der Strände auf dem Rückzug. Der Strand verschwindet, weil er entweder direkt dort abgebaut wird oder weil der Sand die zurückgelassene Lücken am Meeresboden auffüllt. Beim Absaugen des Sandes vom Meeresgrund wird zusätzlich natürlicher Lebensraum vieler Unterwasserarten zerstört. Darunter Arten, die eine wichtige Rolle in der Nahrungskette spielen.
 
Unter folgendem Link finden Sie eine Infografik die verdeutlich warum unserer Erde der Sand ausgeht.
 
Trade Machines ist eine Suchmaschine für industrielle Gebrauchtmaschinen und fördert die Wiederverwendung von gebrauchten Maschinen. Die Rückführung von Maschinen in die Kreislaufwirtschaft ein zentrales Zeil des Unternehmens, um Ressourcen zu schonen und somit die Umwelt zu schützen. Umweltschonendes Verhalten ist nicht nur Kern des Geschäfts, sondern auch im Arbeitsalltag verankert und das Team wird für das Thema stetig sensibilisiert. Darüber hinaus hat Trade Machines es sich zur Aufgabe gemacht, mehr Aufmerksamkeit für besorgniserregende Themen wie die weltweite Sandknappheit zu schaffen.
 
Kontakt: Maike Radermacher, Trade Machines FI GmbH | maike.radermacher@trademachines.com  www.trademachines.de

Umwelt | Ressourcen, 26.07.2018

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