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IMPACTFILM Festival 2018: Kleiner Film, große Wirkung

Erfolgreiche Neuauflage unterstützt 30 gemeinnützige und soziale Projekte.

Zum zweiten Mal fand am vergangenen Wochenende in Stegen am Ammersee das bundesweit einmalige IMPACTFILM Festival statt. Glanzpunkt war die komplett ausgebuchte Gala mit Preisverleihung im Sudhaus der Alten Brauerei Stegen. Die im Wettbewerb eingereichten Impactfilme wurden von FilmemacherInnen aus ganz Deutschland und Österreich über und für soziale Projekte produziert, um deren gesellschaftliche Wirkung sichtbar zu machen und die Zuschauer zu informieren und zu inspirieren. Ziel des 2017 ins Leben gerufenen Festivals ist es, social Impact Projekte zu unterstützen, denen das Budget für eine aufwendige Filmproduktion fehlt. Für das Engagement der Filmschaffenden stellt das Festival den Rahmen, vermittelt die Projekte und schafft durch Sichtbarkeit und Preisgelder Anreize zur Teilnahme.

Die Preisträger und die Gründer des IMPACTFILM Festivals, v.l.n.r.: Matse Obermeier, Steffi Seyferth, Philipp Exler, Christine Gertler, David Hahn, Christoph Hövel, Alexander Conrad © IMPACTFILM Festival
Nicht nur wurden dieses Jahr mit zwanzig Filmen doppelt so viele Projekte umgesetzt wie noch vor einem Jahr. Die Initiatoren Philipp Exler, Alexander Conrad und David Hahn zeigten sich auch überwältigt von der Resonanz des Publikums. „Wir hatten wie bei Veranstaltungen dieser Größe üblich mit 20% No-Shows gerechnet, aber – alle kamen. Die beiden Kinosäle platzten aus allen Nähten, darum mussten wir kurzerhand in der Event Location noch ein drittes Screening einrichten." Kein Problem für die drei Möglichmacher von forStory, die sich ganz dem Thema Film verschrieben haben und nicht nur hinter der Kamera echte Profis sind. 

Zum Auftakt der Gala lief Pascal Röslers emotionaler Dokumentarfilm „2.467 km – Eine Reise bis ins Schwarze Meer". Rösler stieg 2017 in München am Isarufer auf sein SUP und paddelte in 63 Tagen bis ins Schwarze Meer, um auf die knappe Ressource Wasser und die Verschmutzung von Flüssen aufmerksam zu machen. Sein Ziel: Der Donau innerhalb von 25 Jahren wieder zu Trinkwasserqualität zu verhelfen.

Nach dem kurzweiligen Screening der 20 jeweils 3-minütigen Wettbewerbsfilme waren die Besucher gefragt. Sie durften mithilfe von „Wahlnüssen" den Publikums-Favoriten zu 50% mitbestimmen, die anderen 50% waren vor der Gala durch ein Online-Voting mit über 1.500 Teilnehmenden ermittelt worden. Den Höhepunkt des Abends markierte schließlich die Verleihung der Preise: Eine hochkarätig besetzten Jury (YouTube-Star Robert Hofmann, Dokumentarfilmer Valentin Thurn, Moderatorin Janine Steger, Filmemacherin und Landtagskandidatin Susanne Kurz, Social Entrepreneur Kristina Notz und Filmfestival-Veranstalterin Dunja Burghardt) hatte die Filme im Vorfeld gesichtet und die Gewinner ermittelt. Den mit 500 € dotierten dritten Preis heimste der Film über das Projekt „Ladakh-Hilfe e. V." von Christine Gertler ein. Die Jury urteilte: „Dokumentarisch gehalten, aber doch emotional, wird mit erstklassigen Bildern die Arbeit des Vereins Ladakh-Hilfe vorgestellt, der im Himalaya behinderte Menschen unterstützt."

Den 2. Preis und somit 1.500 € sowie den Publikumspreis in Höhe von 1.000 € nahmen Steffi Seyferth und Matse Obermeier mit nach Hause. Mit ihrem Film über das Projekt „Oma lacht wieder" schafften sie es laut Jury „durch den richtigen Mix aus lustigen Szenen und traurigen Momenten, den Zuschauern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern."
 
Mit dem 1. Preis und 2.000 € wurden Livia Hänke, Christoph Hövel, Leander Kühne und Kayetano Faundez-Schreiber ausgezeichnet. Ihr Impactfilm über das Hamburger Projekt „Refugee Canteen" zeige „auf frische Art und Weise, wie Integration in der Gastronomie funktioniert", urteilte die Jury.

Neben den Gewinnern konnten sich aber auch die restlichen Social Impact Projekte freuen, denn sie können ihren Film nun unentgeltlich für die Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Alle teilnehmenden Filmschaffenden erhielten ein Zertifikat, um ihr großartiges gesellschaftliches Engagement zu würdigen.

IMPACTFILM Gala 2018 - Aftermovie (2160p) from forStory on Vimeo.

Die Gründer sind glücklich über den erneuten Erfolg des Filmfestivals und stolz darauf, dass mittlerweile 30 gemeinnützige und soziale Projekte unterstützt werden konnten. Zudem wurden über Social Media, Offline-Werbung und PR über 500.000 Menschen erreicht - das freut auch die Hauptsponsoren forStory, fors und finparx sowie weitere zahlreiche Unterstützer und Medienpartner. Ziel für die nächsten Jahre ist es, das Festival noch bekannter und größer zu machen und damit so viel social Impact wie möglich zu stiften.

Alle Impactfilme finden Sie online auf www.impactfilm.org/impactfilme

Kontakt: Philipp Exler, IMPACTFILM Festival | hello@impactfilm.orgwww.impactfilm.org

Gesellschaft | Pioniere & Visionen, 11.10.2018

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