B.A.U.M.-Jahrbuch: Jetzt kostenlos reinlesen!

Um nachhaltige Mode zu etablieren ist eine mutige Politik notwendig

NGO Ecopreneur, Circular Fashion Advocacy fordert entschlossene politische Maßnahmen zur Schaffung eines geeigneten Rahmens

Abfall und Verschmutzung durch die Produktion von Textilien und Bekleidung sind zu kritischen globalen Themen geworden. Da nur ein Prozent der Fasern recycelt wird, ist das aktuelle "lineare" Modell veraltet und nicht nachhaltig. Es besteht dringender Bedarf an einer Strategie zur Umwandlung der Industrie in ein Kreislaufmodell. Ein neuer Bericht, der von Ecopreneur.eu, der European Sustainable Business Federation, veröffentlicht wurde, fordert entschlossene politische Maßnahmen zur Schaffung eines geeigneten Rahmens. 

Im aktuellen "linearen" Modell werden große Mengen an nicht erneuerbaren Ressourcen entnommen, um Kleidung herzustellen, die oft nur für kurze Zeit verwendet wird, bevor sie entsorgt wird. Es ist an der Zeit, die Mode in Richtung eines "Kreislauf"-Modells zu bewegen, bei dem die beste Qualität von Kleidung, Textilien und Fasern während des Gebrauchs erhalten wird, damit diese wieder in den Wirtschaftskreislauf eingebracht werden können und nicht zu Abfall werden. 

Laut dem neuen Bericht von Ecopreneur, Circular Fashion Advocacy, sollte eine Reihe von politischen Instrumenten zur Beschleunigung und Durchsetzung einer europäischen Mode-Kreislaufwirtschaft auf den folgenden fünf Säulen basieren:
  • Innovationspolitik - Forschungsprogramme mit Subventionen, Investitionssteuerabzug und Unterstützung für technologische Entwicklung, Innovation und kleine und mittlere Unternehmen. 
  • Wirtschaftliche Anreize - Beschaffung, erweiterte Herstellerverantwortung, Mehrwertsteuer und eine Steuerverschiebung, um die Marktnachfrage nach Kreislauf-Produkten und -Dienstleistungen zu steigern. 
  • Gesetze - Schaffung und Durchsetzung eines gemeinsamen Rechtsrahmens für Transparenz und Rückverfolgbarkeit, Kreislauf-Design und Verbesserung des End-of-Waste-Status in der gesamten EU. 
  • Handelspolitik - Erleichterung der Ausfuhr von Halbfertigprodukten und sortierten, wiederverwendbaren Textilabfällen in die Erzeugerländer und Vermeidung negativer sozialer Auswirkungen in den Erzeugerländern. 
  • Freiwillige Maßnahmen - Vereinbarungen, Verpflichtungen und Standards werden ermutigt, die Interessengruppen einzubeziehen, wobei die Gesetzgebung bei fehlenden Ergebnissen zur Seite steht.
"Regierungspolitik schafft die Regeln, nach denen Unternehmen und Volkswirtschaften arbeiten. Ohne einen geeigneten politischen Rahmen wird die Kreislaufwirtschaft nie zum Mainstream werden. Die Absicht dieses Berichts ist es, anderen Organisationen und der Industrie eine Grundlage für Strategien zu bieten, auf der sie aufbauen können", bekräftigt Douwe Jan Joustra, Head of Circular Transformation bei der C&A Foundation. "Mit der Unterstützung der C&A Foundation arbeitet Ecopreneur auch daran, die Zusammenarbeit mit NGOs und anderen Interessengruppen zu intensivieren, sein europäisches Geschäftsnetzwerk auszubauen und die Modebranche bei der Entwicklung einer europäischen kreislaufwirtschaftlichen Strategie zu unterstützen", fügt er hinzu. 

"Ecopreneur empfiehlt, den optimalen Politik-Mix zu einer detaillierten Strategie für die Interessenvertretung des Textilsektors weiterzuentwickeln und die in diesem Bericht aufgeführten Botschaften und Maßnahmen in einer abgestimmten Aktion zu kommunizieren", sagt Manfred Mühlberger, Präsident von Ecopreneur. "Wir fordern daher die Modebranche auf, gemeinsam an dieser Lobby-Agenda zur Kreislaufmode zu arbeiten." 

Der Bericht kann hier heruntergeladen werden: https://ecopreneur.eu/publications/positionpapersreports/ 

Über den Autor - ECOPRENEUR.EU 
Ecopreneur.eu setzt Zeichen für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik auf europäischer Ebene, um den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel in Europa und darüber hinaus zu unterstützen. Ecopreneur.eu engagiert sich für die Öffnung verfestigter Strukturen und bringt nachhaltige Themen in die europäische Politik ein. Ecopreneur ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, die inzwischen fünf Verbände aus verschiedenen Mitgliedsstaaten besitzt. Zusammen repräsentieren sie über 3.000 grüne Unternehmen, meist KMU. www.ecopreneur.eu 

Über den Förderer - C&A FOUNDATION 
Die C&A Foundation ist angetreten, um die Modebranche zu verändern. Wir stellen unseren Partnern die finanzielle Unterstützung, das Fachwissen und die Netzwerke zur Verfügung, damit sie die Modebranche für jeden Menschen, der mit ihr zu tun hat, besser funktionieren lassen können. Wir tun dies, weil wir glauben, dass wir trotz der enormen und komplexen Herausforderungen, vor denen wir stehen, zusammenarbeiten können, um Mode zu einer Kraft für das Gute zu machen. www.candafoundation.org 

Kontakt: Ecopreneur.eu, Arthur ten Wolde, Experte für Kreislaufwirtschaft
tenwolde@ecopreneur.eu | +31 6 1319 6238. 

Lifestyle | Mode & Kosmetik, 03.04.2019

Cover des aktuellen Hefts

Time to eat the dog

forum Nachhaltig Wirtschaften 01/2019

  • Kein Müll!
  • Fridays for the Future
  • Nachhaltigkeit kleidet!
  • Die Insel der Träume
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
19
MAI
2019
Ein Europa für Alle: Deine Stimme gegen Nationalismus!
Großdemos in den Städten Europas
europaweit


13
SEP
2019
WAVE Germany
World Advanced Vehicle Expedition
deutschlandweit


Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!


Starke Frauen

Missing Chapter Foundation
Eines von vielen Projekten, für die sich Prinzessin Laurentien der Niederlanden stark macht.




  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Bayer Aktiengesellschaft
  • Deutsche Telekom AG
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • PEFC Deutschland e. V.
  • VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence
  • Alfred Ritter GmbH & Co. KG
  • Global Nature Fund (GNF)
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene


Bundesweiter Pflanz-Wettbewerb. 1. April bis 31. Juli 2019. Jederzeit anmelden: Alle Flächen, alle Menschen können mitmachen!