"Bundesregierung muss Innovationsprogramm für E-Fuels starten"

Wirtschaftsvereinigung fordert Unterstützung für Klimaschutz im Luftverkehr

Das Deutsche Verkehrsforum (DVF) spricht sich für ein Innovationsprogramm des Bundes aus, um E-Fuels für den Luftverkehr bereitzustellen. Anlässlich der morgigen Nationalen Luftfahrtkonferenz in Leipzig/Halle sagte die DVF-Geschäftsführerin Dr. Heike van Hoorn: "Wenn es gelingt, E-Fuels zu bezahlbaren Preisen und in großen Mengen herzustellen, kann der Luftverkehr mit diesem Kraftstoff CO2-neutral werden. Durch die Luftverkehrsteuer fließen jedes Jahr rund 1,2 Milliarden Euro an den Fiskus. Das Geld sollte die Bundesregierung in ein Förderprogramm für E-Fuels reinvestieren. Damit kann Deutschland den Anstoß zu einer weltweit sauberen Energiebasis im Luftverkehr geben. Das wäre klimapolitisch und industriepolitisch in wichtiges Signal."
 
Das Deutsche Verkehrsforum (DVF) spricht sich für ein Innovationsprogramm des Bundes aus, um E-Fuels für den Luftverkehr bereitzustellen. © Free-Photos, pixabay.comDas Deutsche Verkehrsforum (DVF) spricht sich für ein Innovationsprogramm des Bundes aus, um E-Fuels für den Luftverkehr bereitzustellen. © Free-Photos, pixabay.com
E-Fuels sind synthetische Kraftstoffe, die unter Verwendung von Strom aus erneuerbaren Quellen, Wasser und CO2 hergestellt werden. Bei der Verbrennung des Kraftstoffs wird das ursprünglich eingebaute Kohlendioxid wieder freigesetzt, so dass der Kreislauf CO2-neutral ist. E-Fuels werden besonders für die Mobilitätsbereiche benötigt, in denen eine direkte Verwendung von Strom nicht möglich ist. Beim Antrieb von Verkehrsflugzeugen, die auf längeren Strecken unterwegs sind, gibt es keine Alternative zum Strahltriebwerk. Nachhaltige E-Fuels mit den Spezifikationen von Kerosin können somit ein entscheidender Schritt für den Klimaschutz in der Luftfahrt sein.
 
Van Hoorn: "Das Innovationsprogramm muss den Aufbau einer E-Fuels-Produktion anregen. Vorstellbar wäre, dass dazu fünf bis sechs Anlagen in Deutschland gefördert werden. Außerdem muss die Preisdifferenz gegenüber konventionellem Kraftstoff überbrückt werden. Langfristig werden große Mengen an E-Fuels in anderen Weltregionen produziert. Bis die verfügbar werden, vergeht noch einige Zeit. Darum sollte die Bundesregierung auch nachhaltiges Biokerosin als Übergangslösung für den Luftverkehr nicht ausschließen."
 
Das DVF spricht sich dafür aus, E-Fuels mit Nachdruck voranzutreiben. Des Weiteren müssen folgende Maßnahmen für den Klimaschutz im Luftverkehr mit hoher Priorität umgesetzt werden:
  • konsequente Implementierung des marktbasierten Mechanismus CORSIA zur Bepreisung des CO2-Ausstoßes im internationalen Luftverkehr
  • weitere Effizienzsteigerung von Flugzeug-Triebwerken
  • Entwicklung neuer Technologien wie hybridelektrische Antriebe
  • Einsatz neuer Designprinzipien und Materialien im Flugzeugbau
  • Kapazitätserhöhende Maßnahmen im europäischen Flugsicherungssystem (Single European Sky), optimierte Flugführung, verbesserte An- und Abflugverfahren an Flughäfen
  • Digitalisierung
  • Bereitstellung einer bedarfsgerechten Flughafeninfrastruktur
  • Förderung alternativer Antriebe und Kraftstoffe bei den Bodenverkehrsdiensten
  • Einsatz autonomer Flugsysteme (Drohnen)
Kontakt: Ingrid Kudirka, Deutsches Verkehrsforum | info@verkehrsforum.dewww.verkehrsforum.de

Technik | Mobilität & Transport, 18.08.2019

     
        
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