Die Alternative zu den problematischen Einwegmasken

Hamburger Umweltinstitut stellt Masken ohne Mikroplastik und giftige Inhaltsstoffe vor

Das Studentische Start-Up Unternehmen Holy Shit. entwickelt gemeinsam mit Industriepartnern eine gesundheits-und umweltverträgliche Maske für den Alltagsgebrauch.
 
Untersuchungen des Hamburger Umweltinstituts haben gezeigt, dass bestehende Masken teilweise erhebliche Mengen Schadstoffe abgeben. Dies sind zum einen flüchtige organische Kohlenwasserstoffe oder auch Formaldehyd. Gleichzeitig werden gesundheitsschädliche, vermeintlich antimikrobiell wirkende Zutaten wie Silberchlorid hinzugegeben, welche der Hautflora erheblichen Schaden zufügen können, beziehungsweise die Entsorgung der Masken zusätzlich erschweren. Darüber hinaus können dadurch Resistenzen von Krankheitskeimen entstehen, sodass in der Tat eine neue Entwicklung für Masken notwendig scheint. 
 

Das weiche Stoff und die Auswahlmöglichkeit unterschiedlicher Größen (S, M, L) bietet einen hohen Tragekomfort. © vivamask.deDas weiche Stoff und die Auswahlmöglichkeit unterschiedlicher Größen (S, M, L) bietet einen hohen Tragekomfort. © vivamask.de
Gemeinsam zum Ziel
Im Rahmen der Pressekonferenz am 03.02.2021 stellt deshalb die studentische Initiative Holy Shit. gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Leiter des Hamburger Umweltinstituts, Prof. Dr. Michael Braungart, und Fredy Baumeler (Geschäftsführer Climatex) eine neuartige speziell entwickelte Maske nach den Anforderungen Cradle to Cradles vor. Fredy Baumeler äußert sich dazu: „In der Tradition von Climatex - was dem Menschen nützt, soll der Natur nicht schaden - haben wir die textiltechnische Entwicklung dieser gesundheits- und umweltverträglichen Maske vorangebracht. Climatex als Anbieter der ersten Cradle to Cradle-Produkte überhaupt, bietet regenerative, gesunde Textiltechnologie bereits seit Mitte der 90er Jahre." 
 
Die Maske besteht aus einem Material, welches durch seine biologisch abbaubaren und sehr hautverträglichen Eigenschaften als Mund-Nasen-Schutz für den Privatgebrauch besonders geeignet ist. Durch eine Einlage erhält diese, bei 95°C waschbare Maske, FFP2-Qualität. Sie zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:
  • Der Stoff der Maske und deren Ohrenbänder sind zu 100% biologisch abbaubar und stellen somit einen Nährstoff für die Biosphäre dar.
  • Das Gewebe der Masken wirkt bakteriostatisch und beugt dadurch einem Bakterienwachstum und damit Geruchsbildung und Hautirritationen und Ausschlägen effektiv vor.
  • Anders als bei herkömmlichen Masken, kommt es beim Tragen der VivaMask nicht zur Entstehung, Aufnahme und Anreicherung von Mikroplastik im menschlichen Organismus.
  • Die Masken sind vollständig in technischen Kreisläufen recycelbar.
  • Die Maske entspricht den Anforderungen des Cradle to Cradle-Prinzips. 
Schutz von Mensch und Umwelt
Das Hamburger Umweltinstitut hat lange vor dem Robert-Koch-Institut, als das Robert-Koch-Institut das Tragen von Masken abgelehnt hat, eine Maskenpflicht gefordert und diese Masken sind in der Tat eine wichtige Möglichkeit, die Ausbreitung der Pandemie einzugrenzen. Allerdings wurden die i.d.R. aus Asien stammenden Masken nie unter Umwelt- und Gesundheitsaspekten entwickelt: Es entstehen erhebliche Mengen an Mikroplastik, welches im mikroskopischen Versuch nachgewiesen wurde, sowie gesundheitsschädliche Emissionen.
 
Darum rät das Hamburger Umweltinstitut, neu erworbene Masken mehrere Stunden auslüften zu lassen, beziehungsweise im Backofen 30 Minuten lang bei 50 °C auszuheizen, sodass ein Großteil der flüchtigen organischen Stoffe dabei ausdünsten kann. Zusätzlich empfiehlt das Institut, keine Masken mit antimikrobiellen Zusätzen, wie etwa Silberchlorid, zu verwenden, da diese erheblich gesundheitsschädlich sind.
 
Das Mikroplastik, das wir beim Tragen und über die Nahrungskette aufnehmen, reichert sich größtenteils in unserem Körper an und kann dort verheerende Folgen für unseren Organismus haben. Schätzungsweise ein Drittel einer Kreditkarte nehmen wir dadurch inzwischen wöchentlich an Mikroplastik auf.
 
Laut der Naturschutzorganisation OceansAsia sind durch die Corona-Pandemie bereits über 1,5 Milliarden Masken in unseren Meeren gelandet, dabei bedrohen sie direkt und indirekt die Natur und den Menschen. „Es ist empörend, dass noch immer, gerade im Gesundheitsbereich, zu wenig auf die Verwendung gesundheits- und umweltverträglicher Materialien geachtet wird. Man hätte doch parallel zum Impfstoff für die Allgemeinheit gesunde und biologisch abbaubare Masken entwickeln müssen. Die vorgestellte Maske ist auch ein Beitrag zur Lösung des Abfallproblems", erklärt dazu der Vorsitzende des Hamburger Umweltinstituts, Prof. Michael Braungart.
 
Der Stoff der VivaMask ist sehr hautfreundlich und hemmt gleichzeitig das Wachstum von Bakterien. Die Produktion bedarf nur geringer Anbauflächen und Wassermengen, sowie keinerlei Pestizide oder chemischer Düngemittel. Der Stoff der Maske kann etwa eineinhalb Mal so viel Feuchtigkeit aufnehmen wie Baumwolle und erlaubt eine Wäsche bei bis zu 95°C. Die VivaMask stellt somit einen Wegweiser in Form einer echten Alternative zu den problematischen Einwegmasken dar. Für den Vertrieb der Masken werden Holy Shit. und Climatex von ihrem Partner aus der Industrie, der Viotrade GmbH, unterstützt. Weitere Infos zu der Maske: vivamask.de und vivamask.ch.  
 
Kontakt: Hamburger Umweltinstitut e.V., Patrick Meiß | hui@hamburger-umweltinst.org | www.hamburger-umweltinst.org

Lifestyle | LOHAS & Ethischer Konsum, 01.02.2021

     
        
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