Porsche verstärkt Engagement für industrielle Produktion von eFuels

Porsche investiert 75 Millionen US-Dollar in HIF Global LLC.

Dafür erwirbt der Sportwagenhersteller eine langfristig angelegte Beteiligung an der HIF Global LLC, einer Holdinggesellschaft international tätiger Projektentwickler von eFuels-Produktionsanlagen.

eFuels Anlage, Punta Arenas, Chile, 2022 © Porsche AGeFuels Anlage, Punta Arenas, Chile, 2022 © Porsche AG
Unter anderem baut die in Santiago de Chile ansässige Gesellschaft die „Haru Oni" eFuels-Pilotanlage in Punta Arenas (Chile). Durch Porsche initiiert und mit Partnern wie Siemens Energy und ExxonMobil umgesetzt, wird dort voraussichtlich ab Mitte 2022 die Produktion von mit Windenergie aus Wasserstoff und CO2 hergestellter eFuels aufgenommen. Diese synthetischen Kraftstoffe ermöglichen einen potenziell nahezu CO2-neutralen Betrieb von Verbrennungsmotoren.

Mit der Investition in HIF Global LLC beteiligt sich Porsche an einer internationalen Finanzierungsrunde. Neben dem Sportwagenhersteller investieren auch das chilenische Unternehmen Andes Mining & Energy (AME) sowie die amerikanischen Gesellschaften EIG, Baker Hughes Company und Gemstone Investments. Insgesamt fließt ein Betrag im niedrigen dreistelligen Millionenbereich in HIF Global LLC. AME bleibt Mehrheitsgesellschafter von HIF Global LLC. Das zusätzliche Kapital soll für die Entwicklung von industriellen eFuels-Anlagen in Chile, den USA und Australien verwandt werden. An diesen Standorten ist ein großes Angebot erneuerbarer Energien vorhanden.

HIF Global LLC Global Investoren, 2022 © Porsche AG Die Porsche-Vorstände Barbara Frenkel (3. von rechts) und Michael Steiner (2. von rechts) zusammen mit Cesar Norton, CEO HIF Global (Zentrum) und den Investoren von Baker Hughes,Gemstone und EIG in Santiago de ChileHIF Global LLC Global Investoren, 2022 © Porsche AG Die Porsche-Vorstände Barbara Frenkel (3. von rechts) und Michael Steiner (2. von rechts) zusammen mit Cesar Norton, CEO HIF Global (Zentrum) und den Investoren von Baker Hughes,Gemstone und EIG in Santiago de Chile
„eFuels leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und ergänzen unsere Elektromobilität sinnvoll. Mit der Investition in die industrielle eFuels-Produktion baut Porsche sein Engagement für nachhaltige Mobilität weiter aus. Insgesamt belaufen sich unsere Investitionen in die Entwicklung und Bereitstellung der innovativen Technologie auf über 100 Millionen US-Dollar", sagt Barbara Frenkel, Vorständin für Beschaffung der Porsche AG.

Barbara Frenkel, Vorständin für Beschaffung der Porsche AG © Porsche AGBarbara Frenkel, Vorständin für Beschaffung der Porsche AG © Porsche AG
„Porsche investiert mit der Beteiligung an HIF Global LLC in ein attraktives Geschäftsfeld. Die synthetischen Kraftstoffe sind Verkehrssektor übergreifend interessant: Für die Automobilindustrie ebenso wie für die Luftfahrt- und Schifffahrtsindustrie. Zudem ist eMethanol ein wichtiger Grundstoff für weitere Anwendungen. Etwa in der chemischen Industrie, wo es Rohstoffe fossilen Ursprungs ersetzen kann. Das eMethanol ist ein Zwischenprodukt, das beim Erzeugen von eFuels entsteht", erläutert Michael Steiner, Vorstand für Forschung und Entwicklung der Porsche AG.

Porsche erforscht bereits seit Längerem den Einsatz von erneuerbaren Kraftstoffen. Die Tests im Labor und auf der Rennstrecke verlaufen erfolgreich: „Wir sehen uns bei eFuels als Pioniere, wollen die Technologie vorantreiben. Dies ist ein Baustein unserer klaren, gesamthaften Nachhaltigkeitsstrategie", betont Michael Steiner.

Michael Steiner, Vorstand für Forschung und Entwicklung der Porsche AG © Porsche AGMichael Steiner, Vorstand für Forschung und Entwicklung der Porsche AG © Porsche AG
Der Sportwagenhersteller will die eFuels aus Chile zuerst in Leuchtturmprojekten im Motorsport einsetzen. Perspektivisch ist auch der Einsatz in den eigenen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor bei der Erstbetankung in der Fabrik sowie in den Porsche Experience Centern denkbar. Die Transaktion von Porsche zum Erwerb der Beteiligung an HIF Global LLC steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden.

Quelle: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Technik | Mobilität & Transport, 12.04.2022

     
        
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