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Grün lagern, einkaufen und arbeiten

Die nachhaltigsten Gebäudekonzepte bei Handelsimmobilien

Ein Umdenken in der Immobilienbranche ist unumgänglich und birgt große Einsparpotenziale. Dass mittlerweile auch Handelsketten verstärkt auf Green Buildings setzen, zeigt der Wettbewerb "Umweltfreundliche Handelsimmobilien".

Forum Duisburg

Umweltfreundliche Gebäudekonzepte setzen sich zunehmend durch. Als Vorreiter gelten hierbei vor allem die Bürogebäude. Doch inzwischen legen auch engagierte Handelsketten und Investoren bei ihren Immobilien zunehmend Wert auf nachhaltige Gebäudekonzepte und leiten damit einen Bewusstseinswandel in der Branche ein.

Schöne Positivbeispiele präsentierten sich beim Wettbewerb "Umweltfreundliche Handelsimmobilien" des Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V.. Ziel der Ausschreibung war es, auf die Beachtung von Umweltaspekten bei Handelsimmobilien aufmerksam zu machen.
Beim REWE Green Building Berlin liegt der Schwerpunkt auf der Nutzung des Rohstoffes Holz. Die Dachfläche und die Hauptfassade wurden in Form von Holz-Sandwichelementen mit Zellulosedämmung ausgeführt.
Gesucht und gefunden wurden Immobilien, die durch ein umfassend umweltfreundliches Gebäudekonzept überzeugen. Die fachliche Begutachtung der Bewerbungen erfolgte durch das Öko-Zentrum NRW, die endgültige Auswahl der Preisträger nahm eine hochkarätig besetzte Jury vor.

Den ersten Platz belegte das REWE Green Building Berlin. Mit der Entwicklung einer neuen Supermarkt-Generation unter dem Projektnamen "REWE Green Building Konzept Zukunft" hat sich der Konzern mehrere Ziele gesetzt. Mit dem Konzept will das Unternehmen die Kundenbindung erhöhen und neue Kundengruppen erschließen, die bei der Wahl ihrer Einkaufsstätte zunehmend auf einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und der Gesellschaft achten.

Mit seinem umweltfreundlichen Gebäudekonzept mit lifecycle-optimierter Planung konnte auch das Einkaufszentrum Forum Duisburg überzeugen und wurde daher mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Das laut BREEAM-Siegel "Grünste Einkaufszentrum in Europa" besticht durch sein nachhaltiges Design und den umweltschonenden Bau. Durch Contracting mit kostenoptimierter Energieeffizienz gelang es m+p consulting und Multi Development, die angestrebte Energieeinsparung gegenüber vergleichbaren Einkaufzentren von 25 Prozent sogar noch auf ca. 30 Prozent zu verbessern - eine anschauliche Bestätigung für die Einsparpotenziale in dieser Branche!

Die Fruchthof Konstanz GmbH setzt im aktiven Energiekonzept vorrangig auf Erdtemperatur. Der Strombedarf wird seit 2004 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt. Die passive Komponente bildet die intensive Dachbegrünung.
Auch das drittplatzierte Gebäude, das Lager- und Bürogebäude der Fruchthof Konstanz GmbH, zeichnet sich unter anderem durch sein effizientes Energiekonzept aus. Beim Neubau der Lager- und Umschlaghalle mit Produktions- und Verwaltungsräumen standen laut Fruchthof Konstanz ökologische Aspekte mit einfachen und kostengünstigen, aber dennoch möglichst energieeffizienten Lösungen im Vordergrund.

"Die Orientierung an Umwelt- und Nachhaltigkeitskriterien beim Bau und der Sanierung von Immobilien schafft Kostenvorteile beim Betrieb der Immobilie und steigert deren Werthaltigkeit", resümiert Dieter Brübach, Mitglied des B.A.U.M.-Vorstands. "Wir sehen noch enorme Möglichkeiten z.B. für Energieeinsparungen, wenn generell nur noch die heute verfügbare effiziente Technik eingesetzt würde. Dies belegen die Preisträger des Wettbewerbs 'Umweltfreundliche Handelsimmobilien' eindrucksvoll."
 
 
 
Von Sandra Wolter



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Quelle: B.A.U.M e.V.
Technik | Green Building, 04.01.2011

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