Circular Design Summit 2025

Deutschland engagiert sich für gerechte Ressourcenverteilung

Vorwort von Dirk Niebel

Die Rio-Deklaration von 1992 betont das Recht auf Entwicklung und das Erfordernis der Armutsbekämpfung und spricht die besondere Verantwortung der Industrieländer als wesentliche Verursacher für bisher entstandene Umweltschäden an. Sie fordert mithin Gerechtigkeit bei der Verteilung von Einkommen und natürlichen Ressourcen. Die deutsche Entwicklungspolitik hat sich diesen Zielen verschrieben und engagiert sich in vielen Arbeitsbereichen dafür. Hier seien einige genannt.
Dirk Niebel ist Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Foto: © FDP - Die Liberalen, Pressefoto

Entwicklungsländer waren bisher nur zu einem geringen Anteil Verursacher des Klimawandels - doch sie werden die Hauptleidtragenden sein. Die deutsche Entwicklungspolitik steht daher in der Verantwortung, die Partnerländer zu unterstützen bei der Minderung von Treibhausgasen, einschließlich des Waldschutzes und bei Maßnahmen der Anpassung an den Klimawandel.
Im Sektor Wald bedeutet gerechte Ressourcenverteilung, die lokale Bevölkerung an dem Nutzen aus dem nachhaltigen Management und der nachhaltigen Bewirtschaftung ihrer Wälder zu beteiligen und ihnen den Zugang zu neuen Märkten zu ermöglichen. So konnten zum Beispiel in Vietnam seit den 1990er Jahren insgesamt 100.000 Familien erreicht werden, die ihr Einkommen im Schnitt bereits um 30 Prozent steigern konnten.

Gerechte Ressourcenverteilung bedeutet auch einen rechtlich gesicherten Zugang zu Land. So standen in Kambodscha vier Fünftel der Bevölkerung nach Vernichtung aller Grundbuch- und Katasterunterlagen durch die Roten Khmer ohne verbriefte Eigentums- und Nutzungstitel auf das von ihnen bewirtschaftete Land da. Mit Unterstützung durch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit erarbeitet die kambodschanische Regierung eine umfassende Landreform, damit Grund und Boden gerecht, transparent, effizient und vor allem auch nachhaltig verwaltet werden können. Bereits 15 Prozent aller Bodenparzellen sind heute mit rechtlich gesicherten Landtiteln in der Hand kleinbäuerlicher Familien, und die Landregistrierung schreitet voran.

Bisweilen wird Ressourcenreichtum auch zum Fluch. Dies geschieht öfter in extraktiven Industrien, d.h. Öl, Gas und Mineralien. Hier fehlt vor allem die gerechte Verteilung der Rohstoffeinnahmen. Ein Lösungsansatz ist hier die Extractive Industries Transparency Initiative. In ihr werden die Finanzströme von Unternehmen an Regierungen offen gelegt und ein Dialog zwischen Staat, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft etabliert. Zudem beraten wir unsere Partner dabei, wie sie ihre Steuerbehörden schlagkräftiger und das Ausgabenmanagement effizienter machen.
Die nächste VN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung findet 2012 wieder in Rio de Janeiro statt. Die Aufgabe, die Nutzung der natürlichen Ressourcen gerechter und nachhaltiger zu gestalten, besteht nach wie vor. Deshalb wird der Schwerpunkt der Konferenz auf dem Thema "Green Economy" liegen. Eine ökologische Wirtschaftsweise respektiert die ökologischen Grenzen im Sinne einer Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen. Sie bewahrt und schafft damit Handlungsspielräume wohl für die gegenwärtige als auch für kommende Generationen. Das klingt ganz nach dem Motto für das 50-jährige Jubiläum unseres Ministeriums: Wir machen Zukunft. Machen Sie mit!
 
Von Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Quelle:
Umwelt | Ressourcen, 14.09.2011

     
        
Cover des aktuellen Hefts

Save the Ocean

forum 02/2025 erscheint am 01. März

  • Regenerativ
  • Coworkation
  • Klimadiesel
  • Kreislaufwirtschaft
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
27
FEB
2025
CSRD-Verschiebung - was bedeutet das für IHR Unternehmen?
forumESGready Online-Event mit Prof. Dr. Schmidpeter und Dr. Schork
Webinar
28
FEB
2025
Vom nachhaltigen Büro zur nachhaltigen Beschaffungsstrategie
Digitaldialog der Initiative Nachhaltige Beschaffung (INB)
online
20
MAI
2025
GREENTECH FESTIVAL 2025
Together we change
14055 Berlin
Alle Veranstaltungen...
CSRD-Verschiebung

Professionelle Klimabilanz, einfach selbst gemacht

Einfache Klimabilanzierung und glaubhafte Nachhaltigkeitskommunikation gemäß GHG-Protocol

Politik

Wahrheit als Machtmittel
Christoph Quarch analysiert das Aus für Faktenchecks auf Instagram und Facebook
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Durchblick im ESG-Dschungel

Meeresschutz in stürmischen Zeiten: Europas globale Verantwortung

Save the Ocean

65 Jahre ASA-Programm – 65 Jahre Welt verändern

Porsche Leipzig startet Spendenchallenge: 40.000 Euro für Nachwuchssport

Zertifikatskurs „Certified Sustainability Event Manager“ - Kursbeginn: 14. März 2025

LMS-Software auswählen leicht gemacht: Worauf Sie achten sollten

Helau, Alaf, Narri Narro!

forum extra, Beilage in der Wirtschaftswoche
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • toom Baumarkt GmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • circulee GmbH
  • ECOFLOW EUROPE S.R.O.
  • NOW Partners Foundation
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Kärnten Standortmarketing
  • Engagement Global gGmbH
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • toom Baumarkt GmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • circulee GmbH
  • ECOFLOW EUROPE S.R.O.
  • NOW Partners Foundation
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Kärnten Standortmarketing
  • Engagement Global gGmbH