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Weltklimakonferenz in Paris: Eine Stimme für die Jugend

Junge Leute aus der ganzen Welt drehen in der Arktis - in Grönland - einen Kinospot.

Wer kann sich schon vorstellen, wie dramatisch sich der Klimawandel in den nächsten Jahrzehnten auf die Welt auswirken wird? Welche Flüchtlingsströme dieser auslöst, welche Not vor Ort? Wir Menschen ­haben keinen eingebauten Sinn für exponentielle, explosionsartige Entwicklungen. Lesen Sie  dazu auch den Artikel "Arctic Mission 2015", der in der Ausgabe 03/2015 von forum erschienen ist.
 
Copyright: ...Für Delphine, 16, von der Hamburger Helene-Lange-Schule, war es selbstverständlich, dass sie sich bewerben würde: eine Fahrt in die Arktis, nach Grönland, zusammen mit ausgewählten jungen Leuten aus anderen Teilen der Welt, Wissenschaft und Abenteuer, um einen Kinospot zu drehen, der ihrer Generation eine Stimme auf dieser wichtigsten Uno-Konferenz des Jahrzehnts gibt. Ihre Schule steht selbstverständlich hinter ihr, schließlich war sie die erste deutsche im globalen UNESCO-Netzwerk von über 8000 Schulen.
 
Filmen, Moderieren, Modeln: Für die modebegeisterte Delphine ist jede Herausforderung gerade recht. Wenn sie eine Modenschau besucht, erreicht sie über ihre Instagram-Fotos mehr als 2000 Follower auf einen Klick. Warum also "nicht mal schnell die Welt retten", dachte sie.
 
Auch für Kevin, 23, aus Indonesien ist die Klimakonferenz in Paris eine Herausforderung, seiner Generation als Erben der Klimaprobleme eine Stimme zu geben. Wie Delphine ist Kevin ein young leader, einer, dem andere zuhören, weil er etwas zu sagen hat. 15.000 Facebook-Fans hat er schon. Eine Auswahlkommission aus Wissenschaftlern, Künstlern und Medienleuten hat ihn zusammen mit Nesha, 20, aus Djakarta als Vertreterin Indonesiens nominiert, aus Tausenden von Bewerbungen. Mit ihr im Team sind noch Thomas, 18, und Kalinda, 17, aus Australien. Sie alle verbindet der Wunsch, für ihre Generation etwas zu bewegen. Sie sprechen exzellentes Englisch und haben schon mehr erlebt und gemacht, als ihr Alter vermuten lässt.
 
Am 5. September kommen sie in Hamburg zusammen, um sich mit ihrem Hamburger Unterstützerteam zu beraten. Sie werden ihnen helfen, Bilder, die sie in Grönland schießen, auf allen möglichen Social-Media-Kanälen zu verbreiten.
 
Zwei Tage später sind sie schon unterwegs: Über Kopenhagen und Island geht es direkt nach Südgrönland, wo sie den eigens angereisten Klimawissenschaftler Jason Box treffen. Der hat gerade einen Aufsehen erregenden Bericht über das zunehmende Auftauen von Methanhydrat im Arktischen Meer veröffentlicht. Mit ihm zusammen suchen sie die bedeutenden Locations: aufregende Gletscherzonen, Forschungsstationen, ein Inuit-Dorf. Zusammen mit den Einheimischen pflanzen sie tausende von Bäumen, zur Klima-Kompensation ihrer Anreise. Jason wird ihnen helfen, ihre Eindrücke in eine wissenschaftlich korrekte Perspektive zu bringen. Weitere Wissenschaftler wie Stefan Rahmstorf vom Potsdam Institut oder Peter Cox von der Exeter University stehen ihnen mit Rat per Skype zur Seite.
 
Ihr Ziel ist klar: Der Direktor des Geode, dem Kuppelkino des Pariser Wissenschaftsmuseums, hat sie eingeladen, während der Klimakonferenz im Dezember ihren Film zu zeigen, in Anwesenheit der französischen Regierung und internationalen Gästen. Als Augenzeugen wollen sie berichten, welche Folgen die extremen Veränderungen in der Arktis für alle haben. Anschließend soll der Spot auf die Reise um die Welt gehen. Persönlichkeiten wie etwa Kate Blanchett als Sprecherin wollen für die richtige Aufmerksamkeit sorgen. Jetzt kommt es in Grönland also darauf an, die richtigen Worte, die richtigen Bilder zu finden, die möglichst viele Menschen und vor allem junge Leute erreichen und davon überzeugen, lieber jetzt als später sich den Folgen des Klimawandels zu stellen.
 
Aber gemeinsam, davon ist Delphine überzeugt, werden sie schon die richtigen Ideen entwickeln. Sagt’s und macht einen Kopfstand, um zu demonstrieren, dass es manchmal schon hilft, die Perspektive zu wechseln. Vielleicht – so ihre Idee – wird ja eine Fotogeschichte daraus, die auf der ganzen Welt nachgeahmt wird als mahnende Botschaft an die Entscheider.
 
P.S. youth4planet wurde in Hamburg von Joerg Altekruse erfunden und gestartet, zusammen mit der australischen Filmemacherin Liz Courtney, nach der gemeinsamen in 45 Ländern erfolgreichen Klimaserie „tipping points of climate" (WDR/MDR: Abenteuer Klima). Sie wollen der heutigen Jugend eine Stimme geben als der eigentlichen vom Klimawandel betroffenen Generation, die aufgerufen ist, die guten Lösungen zu finden.
 
Kontakt:  Jörg Altekruse, SHINE POWER e.V. | joerg.altekruse@shine-power.net

Umwelt | Klima, 26.08.2015

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