Rohstoffpreise belasten Ergebnis Marktführer
Ritter Sport investiert verstärkt in nachhaltigen Kakao
Ritter Sport erzielt neuen Umsatzrekord +++ Erstmals Marktführer im Gesamtsegment Tafelschokolade +++ Dennoch: Ergebnis nur schwarze Null +++ Hohe Rohstoffpreise und Kosten für nachhaltigen Kakao +++ Neues Sortiments-und Preiskonzept ab März +++ Ronken: Nachhaltigkeit gibt es nicht umsonst
Anlässlich der am Sonntag in Köln beginnenden Internationalen Süßwarenmesse ISM vermeldet die Alfred Ritter GmbH & Co. KG für 2015 ein Umsatzwachstum von knapp zehn Prozent auf 470 Millionen Euro (2014: 430 Millionen Euro). Erstmals gelang es dem mittelständischen Familienunternehmen 2015, im hart umkämpften deutschen Tafelschokolademarkt die Marktführerschaft zu erlangen. Der wertmäßige Anteil von Ritter Sport am gesamten Tafelschokolademarkt lag im vergangenen Jahr bei 22,8 Prozent (2014: 20,6 Prozent) (IRi).
Unbefriedigendes Ergebnis: schwarze Null


Investitionen in nachhaltigen Kakao
„Wir engagieren uns seit über 25 Jahren für nachhaltigen Kakaoanbau und nehmen inzwischen auch beim Verbraucher eine größere Sensibilität für dieses Thema wahr", erklärt Andreas Ronken. „Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Nachhaltigkeit Geld kostet. Wer als Verbraucher will, dass es den Menschen am Beginn der Wertschöpfungskette besser geht, muss auch bereit sein, für Lebensmittel etwas mehr auszugeben."
Neben der eigenen, zur Zeit im Aufbau befindlichen Plantage setzt Ritter Sport vor allem auf das Modell des Direktbezugs. So fördert das Unternehmen bereits seit 1990 den nachhaltigen Kakaoanbau in Nicaragua und arbeitet inzwischen mit rund 3.500 Kleinbauern eng zusammen. Eine unabhängige Studie des Südwind Instituts hat im vergangenen Jahr die positiven Auswirkungen des Engagements auf die Lebensbedingungen der Bauern bestätigt. Über den langjährigen Zulieferer Fuchs & Hoffmann wird Ritter Sport überdies künftig UTZ-zertifizierten Kakao von der Elfenbeinküste beziehen. Eine Kooperation mit dem französischen Unternehmen Cémoi setzt das Prinzip des Direktbezugs in Zukunft auch für ivorischen Kakao um und garantiert eine Rückverfolgbarkeit bis zur Erzeugerorganisation. Damit kommt Ritter Sport dem selbsterklärten Ziel, bis 2025 die gesamte Produktion auf 100 Prozent nachhaltigen Kakao umzustellen, einen wichtigen Schritt näher und wird – je nach Absatzmenge – 2016 bereits bis zu 30 Prozent nachhaltigen Kakao verwenden.
Exporterlöse steigen weiter
Neben den hohen Rohstoffkosten sind es insbesondere Währungsschwankungen wie die Abwertung des Rubel im wichtigsten Auslandsmarkt Russland, die das Ergebnis von Ritter Sport belasten. Durch unvermeidliche, gravierende Preiserhöhungen konnten die wertmäßigen Marktanteile zwar stabil gehalten werden, mengenmäßig büßte Ritter Sport in Russland aber rund 17 Prozent ein. In anderen europäischen Märkten verlief die Entwicklung positiver. Hervorzuheben sind hier vor allem Absatzsteigerungen in Italien (+15 Prozent) und Dänemark (+12 Prozent). Auch im Rest der aktuell 104 Auslandsmärkte verzeichnet das Unternehmen kontinuierliches Wachstum, so auch in China und Kanada. Insgesamt konnte Ritter Sport die Exporterlöse seit 2009 auf über 160 Millionen Euro verdoppeln. Damit entfallen rund 34 Prozent des Gesamtumsatzes auf den Export.
Als positiv bewertet Ritter Sport auch die Entwicklung des Travel-Retail-Geschäfts sowie im Inland die Saisonprodukte wie Weihnachtsartikel mit Geschenkcharakter, die 2015 erneut zulegen konnten.
Über Ritter Sport
Das 1912 gegründete mittelständische Familienunternehmen beschäftigt heute rund 1.400 Mitarbeiter und erzielte 2015 einen Umsatz von 470 Millionen Euro. Bereits 1932 erfand Clara Ritter die bis heute charakteristisch quadratische Schokoladeform. Täglich verlassen rund drei Millionen der bunt verpackten Tafeln das Werk im schwäbischen Waldenbuch, von wo sie in über 100 Länder weltweit exportiert werden.
Kontakt:
Alfred Ritter GmbH & Co. KG, Thomas Seeger |presse@ritter-sport.de
Quelle: Alfred Ritter GmbH & Co. KG
Lifestyle | Essen & Trinken, 28.01.2016

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