Erdwärme als klimaschonende Kühlung und Wärmeversorgung
Umstellung auf eine Versorgung durch Erneuerbare Energien bleibt so gut wie aus
Auch Rechenzentren benötigen ständige Kühlung. Mehr zur umweltfreundlichen Gestaltung von Rechenzentren lesen Sie in der kommenden Ausgabe von forum 02/03 2018. |
Die Folgen des Klimawandels sind in diesem Rekordsommer deutlich zu spüren – nicht nur Hitze und Dürre, sondern auch Kälte und Unwetter wie Stürme, Hagel und Starkregen führen zu verheerenden Auswirkungen für Natur, Umwelt, Mensch und insbesondere Landwirtschaft. Die Umstellung auf eine Versorgung durch Erneuerbare Energien bleibt so gut wie aus. „Es ist höchste Zeit sich den Folgen des Klimawandels und der Notwendigkeit der Energiewende bewusst zu werden und mit Nachdruck die Ursachen zu bekämpfen", betont Dr. Erwin Knapek, Präsident des Bundesverbandes Geothermie.

Erdwärmeanlagen können jedoch nicht nur heizen und Warmwasser bereitstellen, sondern sie können auch zur Kühlung verwendet werden und somit eine Absenkung der Raumtemperatur im Sommer ermöglichen. Derzeit weist die Kältetechnik in Deutschland insgesamt einen Anteil am Elektroenergieverbrauch von ca. 14 % auf und ist für etwa 5 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich.
Besonders effizient ist die passive Kühlung, mit der die überschüssige Raumwärme über Erdsonden oder Brunnenanlagen in den Untergrund abgeführt wird. Zusätzliche Investitionskosten in Plattenwärmetauscher und Umwälzpumpen sind vernachlässigbar und Betriebskosten fallen lediglich für die Zirkulation an. Eine passive Kühlung des Gebäudes über Erdsonden oder Brunnen verursacht praktisch keine Emissionen und spart durch ihre hohe Effizienz eine beträchtliche Masse an Treibhausgasen ein. „So kann jeder einen Beitrag zum globalen Klimaschutz leisten", sind sich Dr. Erwin Knapek und Christoph Knepel einig. Aktuell analysieren Forscherinnen und Forscher des Projekts GeoSpeicher.bw, das vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordiniert wird, auch weitere energiesparende Alternativen.
Über den Bundesverband Geothermie e.V.
Der 1991 gegründete Bundesverband Geothermie e.V. (BVG) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Einzelpersonen, die auf dem Gebiet der Erdwärmenutzung in allen Bereichen der Forschung und Anwendung tätig sind. Er vereint Mitglieder aus Industrie, Wissenschaft, Planung und der Energieversorgungsbranche. Hauptaufgaben des Verbandes sind die Information der Öffentlichkeit über die Nutzungsmöglichkeiten geothermischer Energie zur Wärme- und Stromerzeugung sowie der Dialog mit politischen Entscheidungsträgern. Der BVG organisiert den jährlichen Geothermiekongress DGK ebenso wie Workshops zu aktuellen Themen und ist Herausgeber der Fachzeitschrift „Geothermische Energie" sowie weiterer Informationsmaterialien. Der DGK 2018 findet vom 27. bis 29. November in Essen statt.
Über die Erdwärme Gemeinschaft Bayern e.V.
Die Erdwärme Gemeinschaft Bayern e.V., ein Branchennetzwerk aus Planern, Hochschulen, Industrie, Fachhandwerker und Bohrunternehmer hat sich zum Ziel gesetzt die Akzeptanz für Erdwärme zu steigern und die Rahmenbedingungen in Bayern zu verbessern. Über unser Netzwerk beantworten Fachleute aus der Branche Verbraucher, Planer und Fachhandwerkern alle Fragen rund um das Thema Erdwärme. Die Erdwärme Gemeinschaft Bayern e.V. steht in engem Kontakt mit den Bundesverbänden: Bundesverband Wärmepumpe e.V., Bundesverband Geothermie e.V.
Kontakt:
Gregor Dilger, Bundesverband Geothermie e.V. | presse@geothermie.de | www.geothermie.de
Umwelt | Klima, 09.08.2018

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