HiPP-Studie dokumentiert Insektenbestände

Vergleich zwischen ökologisch und konventionell bewirtschafteten Flächen

Als führender Hersteller von Babynahrung verarbeitet HiPP große Mengen landwirtschaftlich erzeugter Rohstoffe. Ein funktionierendes Ökosystem ist für das Familienunternehmen daher elementar, um Produkte in Spitzenqualität herstellen zu können. Umso besorgter beobachtet das Unternehmen, dass in den letzten Jahrzehnten die Artenvielfalt in großen Teilen Europas spürbar abnimmt. Als großer Treiber für den Artenverlust gilt die Intensivierung der Landwirtschaft. HiPP möchte diesen Zusammenhang genauer untersuchen und hat deshalb bereits 2018 ein Projekt gestartet mit dem Ziel, den Insektenbestand auf ökologisch und konventionell bewirtschafteten Flächen zu vergleichen.

Brauner Bär - Arctia caja: Diese Art ist mittlerweile in Bayern selten geworden und steht auf der Roten Liste in der 'Vorwarnstufe' © HiPP / Thomas GreifensteinBrauner Bär - Arctia caja: Diese Art ist mittlerweile in Bayern selten geworden und steht auf der Roten Liste in der 'Vorwarnstufe' © HiPP / Thomas Greifenstein
Die beteiligten Forscher achteten darauf, dass die untersuchten Gebiete eine ähnliche Struktur und Umgebung aufweisen sowie darauf, dass sie zeitgleich untersucht wurden. Verschiedene Studien belegen bereits, dass ökologische und konventionelle Bewirtschaftung die Biodiversität unterschiedlich beeinflussen. In diesen Studien wurden einzelne Arten oder Artengruppen betrachtet. Außerdem wurden Vielfalt, Häufigkeit, Artenzusammensetzung und Biomasse getrennt voneinander untersucht. Das HiPP-Projekt kombiniert diese Parameter und überprüft, wie konventionelle und ökologische Landwirtschaft die Vielfalt von Fluginsekten beeinflussen.

Purpurbär - Rhyparia purpurata: Diese Art ist in Bayern recht selten geworden und steht auf der Roten Liste in der Gefährdungsstufe 3 ('gefährdet') © HiPP / Thomas GreifensteinPurpurbär - Rhyparia purpurata: Diese Art ist in Bayern recht selten geworden und steht auf der Roten Liste in der Gefährdungsstufe 3 ('gefährdet') © HiPP / Thomas Greifenstein
Im Rahmen des beschriebenen Projekts sammelte HiPP von April bis Oktober 2018 Nachtfalter, Fluginsekten und sonstigen Insektengruppen mit Hilfe von Licht- und Malaisefallen. Die Fangergebnisse untersuchten Experten der Zoologischen Staatssammlung München und der TU München mit modernsten Methoden hinsichtlich Biomasse, Vielfalt und Artenzusammensetzung. Die Resultate der Pilotstudie wurden nun in der Fachzeitschrift Ecology & Evolution veröffentlicht.

Selbst erfahrene Insekten- und Schmetterlingsforscher zeigten sich von der Deutlichkeit der Ergebnisse überrascht: Bei gesammelter Menge, Artenvielfalt, Häufigkeit stark gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Arten liegt die ökologisch bewirtschaftete Fläche klar in Führung. Ob sich die Erhebungen aus dem Jahr 2018 bestätigen, soll eine Fortsetzung und Ausweitung des Projekts in den nächsten Jahren zeigen. In jedem Fall unterstützt diese Untersuchung die naheliegende Vermutung, dass ökologischer Anbau dazu beiträgt, den Artenverlust in landwirtschaftlich geprägten Gegenden aufzuhalten.


Für Rückfragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Über HiPP
Das 1932 von Georg Hipp gegründete mittelständische Familienunternehmen HiPP beschäftigt heute rund 3.500 Mitarbeiter weltweit und erzielte 2019 einen Gruppenumsatz von rund 1 Milliarde Euro. Bereits 1899 stellte Joseph Hipp, der Vater des Unternehmensgründers, aus Zwieback und Milch den ersten Babybrei her. Seit über 60 Jahren werden Bio-Rohstoffe in HiPP-Produkten eingesetzt. Unter Claus Hipp entwickelt sich HiPP zu einer der bekanntesten Marken Deutschlands und zum Symbol für eine Wirtschaftsweise, die von ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit geprägt ist. Das Produktportfolio umfasst mehr als 400 Artikel in den Bereichen Baby- und Kleinkindernährung, Schwangerschafts- und Babypflege, Trink- und Sondennahrung sowie Kita- und Kindergarten-Verpflegung.

KontaktHiPP-Werk Georg Hipp OHG, Pressestelle | pressestelle@hipp.dewww.hipp.de

Umwelt | Biodiversität, 07.04.2020

     
        
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