Importierte Abholzung stoppen
Europäisches Lieferkettengesetz muss Unternehmen zu strenger Sorgfalt verpflichten
Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments diskutiert am Donnerstag, den 2. Juli, ein Lieferkettengesetz mit verbindlichen gesetzlichen Vorgaben für strenge Sorgfaltspflichten gegen importierte Entwaldung. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert den Nachweis von Unternehmen, dass ihre Produkte nicht von Anbauflächen stammen, die nach 2008 entwaldet wurden. Verbindliche Sorgfaltspflichten müssen zudem die Verletzung von Menschenrechten sowie die Schädigung anderer wertvoller Ökosysteme wirkungsvoll ausschließen. Im Fokus sind Unternehmen, die Produkte wie Soja, Palmöl, Fleisch, Kaffee, Kakao, Kautschuk und Mais auf den EU-Markt bringen möchten. Der vorgestellte Initiativbericht des Lieferkettengesetzes stammt von der EU-Abgeordneten Delara Burkhardt (SPD).

Entwaldung geschieht zum großen Teil durch die Ausweitung von landwirtschaftlichen Flächen, etwa für den Anbau von Palmöl, Sojafuttermitteln und Kakao oder für die Weidehaltung zur Fleischproduktion. Rund 10 Prozent dieser Entwaldung verursacht die EU durch den Konsum von Produkten, für die Wälder vernichtet und in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt wurden.
Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft sollte die derzeitigen EU-Initiativen gegen den indirekten Import von Entwaldung und Zerstörung von Ökosystemen wirksam unterstützen und sich um eine Einigung der EU-Mitgliedsländer bemühen.
Umwelt | Naturschutz, 01.07.2020

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