Port Esbjerg setzt Honeywell-Lösung ein, um Ziel von 70% weniger Kohlenstoffausstoß zu erreichen
Einführung von Land-zu-Schiff-Anlagen bildet erste Initiative eines umfassenden Gesamtprogramms zum Kohlenstoff- und Energiemanagement
Honeywell (NYSE: HON) und der dänische Hafen Port Esbjerg gehen eine Klimakooperation ein, die dazu beitragen soll, die Kohlenstoffemissionen des Hafens bis zum Jahr 2030 um 70% zu reduzieren. Dieser Wert entspricht den Klimaschutzvorgaben des Landes. Eine solche Partnerschaft ist bislang einzigartig in der maritimen Industrie.

Das Team des Hafens Esbjerg hat vor kurzem seine ersten Land-zu-Schiff-Energieanlagen eingeweiht. Sie versorgen im Hafen angedockte Schiffe mit erneuerbarer Elektrizität aus Offshore-Windanlagen, so dass sie während der Liegezeit auf die bordeigenen Dieselgeneratoren verzichten können. Der Anschluss an die Anlage wird durch die Zusammenarbeit zwischen Honeywell und dem Hafen Esbjerg ermöglicht und durch die Kenntnis der CO2-Bilanz der Schiffe gestützt: Das Honeywell Enacto Carbon and Energy Management System erlaubt es dem Hafen, jederzeit auf Emissionsdaten der Schiffe zugreifen. Die Land-zu-Schiff-Einheiten können gleichzeitig mehrere große Schiffe mit Strom versorgen und helfen so, die CO2-, SOx- und NOx-Emissionen sowie die Lärmbelastung zu reduzieren.
„Angesichts der Größe und Komplexität unseres Betriebs gab es keine einfache Lösung von der Stange für unseren Transformationsprozess zu mehr Nachhaltigkeit. Wir haben mit Honeywell zusammengearbeitet, um ein ganz und gar maßgeschneidertes System zu entwickeln, das Energieverbrauch und Emissionen überwacht und potenzielle Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigt", erklärt Dennis Jul Pedersen, CEO von Port Esbjerg.
Das Honeywell Enacto Kohlenstoff- und Energiemanagementsystem ist eine cloudbasierte, vollständig skalierbare Lösung, über die der Hafen die Emissionen und den Ressourcenverbrauch jeder einzelnen Steckdose und – am wichtigsten – jedes Schiffes mit 1.200 Messpunkten genau überwachen kann. Das System nutzt künstliche Intelligenz und maschinelle Lernalgorithmen in Verbindung mit der Datenerfassung von energieverbrauchenden oder -produzierenden Anlagen im Hafen. Die offene Protokollplattform ermöglicht eine flexible und nahtlose Integration mit bestehenden Systemen.
Wenn sich der Verbrauch signifikant ändert, sendet das System eine automatische Nachricht an das Hafenbüro, so dass Anomalien sofort erkannt und Maßnahmen ergriffen werden können. Die Kohlenstoffemissionen der Schiffe werden genau beobachtet, um sie künftig durch betriebliche Investitionen in eine nachhaltige Infrastruktur zu reduzieren, einschließlich der Nutzung erneuerbarer Energien und – in Zukunft – sauberer Kraftstofftechnologien. Basierend auf den vom Honeywell-System generierten Daten kann der Hafen Esbjerg seinen Energie- und CO2-Fußabdruck in Echtzeit optimieren. In Zukunft wird er in der Lage sein, finanzielle Ressourcen dort zu priorisieren, wo die signifikantesten CO2-Reduktionen erzielt werden können – und damit greifbare Ergebnisse zur Senkung der Emissionen zu erzielen.
„Das Port Esbjerg-Projekt setzt weltweit einen neuen Maßstab für Häfen, wie voll integrierte Technologie eingesetzt werden kann, um ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele zu erreichen", sagt Lionel Caillat, General Manager, Honeywell Building Technologies. „Wir haben eng mit dem Team von Port Esbjerg zusammengearbeitet, um ihre Ziele zu verstehen und eine maßgeschneiderte Lösung zu entwickeln, durch die diese erreichbar sind. Wir freuen uns, vom frühesten Planungsstadium bis zum Meilenstein der erneuerbaren Landstromversorgung immer an der Seite unseres Partners gewesen zu sein. Jetzt schauen wir gemeinsam in die Zukunft, um künftig zusammen die Emissionen des Hafens noch weiter zu senken."
In der nächsten Phase des Projekts werden Port Esbjerg und Honeywell den Wasserverbrauch und die Heizung sowie die Emissionsleistung der Unternehmen rund um den Hafen überwachen und steuern. Der Plan sieht auch erhebliche Investitionen in Elektrofahrzeugtechnologie und wasserstoffbetriebene Kräne vor. Ziel ist es, bis 2025 alle Hafenfahrzeuge mit Strom zu betreiben.
Technik | Mobilität & Transport, 17.05.2021

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