Universität Konstanz verabschiedet Air Travel Policy
Universitätsangehörige verpflichten sich freiwillig, Emissionen aus ihren Flugreisen deutlich und zügig zu reduzieren
Die Universität Konstanz hat sich zur Nachhaltigkeit verpflichtet. Im Zuge ihrer Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung hat sie sich zum Ziel gesetzt, die klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen aus Flugreisen ihrer Mitglieder zu reduzieren. Bereits im ersten Jahr nach Ende der Corona-Pandemie sollen die Emissionen aus Flugreisen signifikant verringert werden, verglichen mit den Jahren 2017 bis 2019. Hierzu wurde eine Air Travel Policy erarbeitet mit Leitlinien und einem Maßnahmenpaket, um dieses selbstgesteckte Ziel zu erreichen. Mit der Selbstverpflichtung nimmt die Universität Konstanz als eine von vier Universitäten bzw. Forschungseinrichtungen am Projekt „Umweltfreundliches Dienstreisemanagement an Hochschulen (Flying Less)" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) teil.

Als Reaktion auf die Corona-Pandemie wurden 2020 und 2021 wissenschaftliche Konferenzen weltweit ins Digitale verlagert. Viele Universitäten und Wissenschaftsverbünde möchten die Vorteile dieser virtuellen Formate beibehalten und ihre Konferenzen künftig in hybrider Form veranstalten: als Kombination aus Präsenzveranstaltung und digitaler Teilnahme. Dies öffnet die Tür für eine breitere wissenschaftliche Austauschkultur, in der Flugreisen nicht immer zwingend erforderlich sind. Dies gilt auch für den Austausch mit internationalen Partneruniversitäten, indem auch digitale Lernformate wie shared Classrooms eingesetzt werden können, also örtlich verteilte Lehrveranstaltungen, in denen Seminarräume per Live-Übertragung standortübergreifend zusammengeschlossen werden.
Leitlinien und Maßnahmen
In ihrer Air Travel Policy formuliert die Universität Konstanz Leitlinien, Ziele und Maßnahmen, um klimascha?dliche Flugreisen deutlich zu reduzieren. Deren Anzahl ist gerade in den letzten Jahren vor der Pandemie stark angestiegen, und sie machen einen beachtlichen Teil der universitären Treibhausgas-Emissionen aus. Bereits im ersten Jahr nach Ende der Corona-Pandemie möchte die Universität die Emissionen aus Flugreisen um mindestens ein Drittel gegenüber den Jahren 2017 bis 2019 (den Vergleichswerten vor der Corona-Pandemie) verringern.
Die neu entwickelte Policy ist mit den Erfordernissen einer international vernetzten und forschungsstarken Universität gut vereinbar. Im Rahmen ihrer E-Science-Strategie wird die Universität Infrastrukturen für digitale Kommunikationsformate weiter ausbauen, um den Universitätsmitgliedern in Forschung und Lehre gute Alternativen zu den Präsenzformaten mit großem ökologischem Fußabdruck zu bieten. Wo Flugreisen weiterhin erforderlich sind, berät und ermutigt sie ihre Mitglieder zu nachhaltiger Reiseplanung. Hinzu kommt der Plan, ein universitätsinternes Anreizmodell zur Förderung einer klimafreundlichen Mobilitätskultur zu entwickeln. „Wichtig ist uns, universitätsweit das Bewusstsein für klimaschonendes Reisen zu schärfen. Verständnis und Akzeptanz zu schaffen ist der erste Schritt unserer Air Travel Policy", unterstreicht Prof. Dr. Katharina Holzinger, Rektorin der Universität Konstanz.
Eine von vier Universitäten bzw. Forschungseinrichtungen im Modellprojekt Flying Less
Die Umsetzung der Air Travel Policy wird von dem BMU-Projekt „Umweltfreundliches Dienstreisemanagement an Hochschulen (Flying Less)" unter Leitung des ifeu-Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und TdLab Geographie an der Universität Heidelberg begleitet. Die Universität Konstanz erhofft sich als eine von vier Universitäten bzw. Forschungseinrichtungen in dem Projekt Impulse für die Weiterentwicklung der Air Travel Policy sowie Unterstützung bei der Implementierung in enger Absprache mit den entsprechenden Gremien und Statusgruppen der Universität.
Hier finden Sie weitere Informationen zur Air Travel Policy der Universität Konstanz.
Kontakt: Universität Konstanz, Kommunikation und Marketing | kum@uni-konstanz.de | www.uni-konstanz.de
Technik | Mobilität & Transport, 11.10.2021

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