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Versace beugt sich der Kampagne für Saubere Kleidung, CCC

Die italienische Luxusmarke verzichtet auf Sandstrahltechnik

Als Folge der Aktionen der Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) und der Protest-Petition auf Change.org hat die italienische Luxusmarke Versace angekündigt, die Forderung nach einem weltweiten Verbot der Sandstrahltechnik zu unterstützen. Versace folgte damit dem Beispiel vieler anderer Modeketten und Jeanshersteller, die sich bereits öffentlich für ein Verbot des tödlichen Verfahrens ausgesprochen hatten.

Die Sandstrahltechnik verleiht unseren Blue Jeans nicht nur ein gebrauchtes Aussehen... Viele Arbeiter erleiden aufgrund unzureichender Schutzvorkehrungen innerhalb kurzer Zeit die unheilbare und meist tödliche Silikose, Staublunge.
Foto: © Altemeier & Hornung Filmproduktion
Nach vielen Monaten ohne jegliche Reaktion stimmt Versace damit der Kampagne für Saubere Kleidung zu, dass Arbeiter durch die Anwendung der Sandstrahltechnik einem erheblichen Gesundheitsrisiko ausgesetzt sind. Zuvor weigerte sich der Hersteller ein Verbot dieser Technik einzuführen und verwehrte jeglichen Einblick in die Produktion.

"Das ist ein großer Erfolg: Versace musste sich dem Druck der Konsumenten beugen", sagt Julia Thimm vom INKOTA-netzwerk. "Es zeigt, dass Unternehmen nicht einfach ignorieren können, wenn Arbeiter durch einen Modetrend gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind." Die Kampagne für Saubere Kleidung begrüßt die heutige Entscheidung Versaces. Nun bleibe aber abzuwarten, wie das Unternehmen das Verbot der Sandstrahltechnik wirkungsvoll umsetzen und überprüfen werde.

Seit dem Weltgesundheitstag hatten Tausende Konsumenten Protest-E-Mails an Versace geschrieben. Während einer Konzerttour des türkischen Musik-Kollektivs Bandista machte die Kampagne für Saubere Kleidung auf das Problem aufmerksam. Mehr als tausend Menschen beteiligten sich in den letzten Wochen an der Petition auf Change.org.

Jeans im Used-Look werden mit der Sandstrahltechnik auf alt getrimmt - mit tödlichen Nebenwirkungen für die Arbeiter, die innerhalb kurzer Zeit an der unheilbaren Lungenkrankheit Silikose erkranken. Die Kampagne für Saubere Kleidung macht seit Herbst 2010 Druck auf die Unternehmen und prangert diese Missstände an. Zahlreiche Unternehmen - darunter bekannte Namen wie C&A, G-Star, Esprit, Jack&Jones, H&M, Levis, Mango, Metro, Replay, Vero Moda, WE und zuletzt auch die deutschen Modeketten New Yorker und Orsay - haben öffentlich ein Sandstrahlverbot für ihre Jeansprodukte erlassen.


Kontakt:
Kampagne für Saubere Kleidung
c/o INKOTA-netzwerk e.V.

Julia Thimm
Chrysanthemenstr. 1-3
10407 Berlin
Mobil: +49 (0) 179 90 93 684
E-Mail: thimm@inkota.de
www.inkota.de/sandstrahlen
www.saubere-kleidung.de




Lesen Sie mehr zum Thema Sandstrahltechnik und ethisch korrekter Modeproduktion im Magazin "forum Nachhaltig Wirtschaften" 3/2011. Im Praxisteil ab Seite 91 erfahren Sie mehr über den breiten Spagat zwischen "Konventionellen- und Öko-Textilien".

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Quelle: Kampagne für Saubere Kleidung, Julia Thimm
Lifestyle | Mode & Kosmetik, 24.07.2011

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