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Weltwasserwoche

Korruption kostet Menschenleben

Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Die Vereinten Nationen sprechen sogar von einem Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser. Doch Korruption im Wassersektor ist weit verbreitet: Schätzungen besagen, dass 40 bis 60 Prozent der Mittel veruntreut werden. Millionen Menschen bleiben dadurch ohne Zugang zu einer ausreichenden Trinkwasserversorgung. Dagegen engagiert sich in Uganda die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Die Frauen in einem Dorf Senegals können sich wieder der Hausarbeit widmen, nachdem die Wasserversorgung dank neuer Brunnen sicher gestellt worden ist.
Foto: © GTZ / Franck Boyer
"Wir schaffen Anreize gegen Korruption und stärken die Wassernutzer", sagt Andreas Kanzler, bei der GIZ zuständig für das Thema Wasser. "Zum Beispiel haben wir in Uganda im zuständigen Ministerium eine Arbeitsgruppe mit allen Beteiligten eingerichtet, eine Art Runder Tisch aus Politik, Wirtschaft und Bevölkerung. Da kommen dann alle Themen auf den Tisch, vom zu langsamen Ausbau des Leitungsnetzes bis hin zu den Wassertarifen." Doch es bleibt nicht beim Reden: Die Diskussionen münden in konkrete Arbeitspläne, etwa dazu wie Beschwerden von Bürgern zu prüfen sind - oder wie die Verwaltung Arbeitsabläufe verbessern kann. Jetzt gibt es beispielsweise eine Rechenschaftspflicht der Versorgungsunternehmen über Einnahmen und Investitionen. Das hochgesteckte Ziel: Durch Partizipation aller Beteiligten möglichst große Transparenz zu schaffen.

Aber auch bei den privaten Wasserversorgern soll sich einiges ändern. In rund 20 mittelgroßen Städten betreiben sie an Stelle der Stadtwerke die öffentliche Wasserversorgung. Von ihren Ausschreibungen für Investitionen in Wasserwerke und Leitungsnetz gelten heute nur 18 Prozent als transparent: Oft ist zum Beispiel unklar, nach welchen Kriterien Aufträge vergeben werden. In den kommenden drei Jahren soll dieser Wert auf immerhin 50 Prozent steigen - damit mehr und bezahlbares Trinkwasser die Bürger erreicht. Rund 90 Prozent aller tödlichen Durchfallerkrankungen sind auf mangelnde Trinkwasser- und Sanitärversorgung zurückzuführen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass etwa ein Viertel der Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren darauf zurück zu führen sind - rund 5000 täglich! Durchfallerkrankungen sind damit die zweithäufigste Todesursache dieser Altersgruppe.

Um die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser und Qualität des Wassers weltweit zu verbessern, treffen sich vom 21. bis 27. August rund 3.000 Experten aus aller Welt in Stockholm zur "Weltwasserwoche".

Weitere Informationen finden Sie unter www.giz.de.

Quelle:
Umwelt | Ressourcen, 22.08.2011

     
        
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