B.A.U.M.-Jahrbuch: Jetzt kostenlos reinlesen!

BEM kritisiert CO2-Schleudern für bayerische Minister

Landesregierung richtet sich gegen eigene Automobilhersteller

Lesen Sie dazu auch den Beitrag von und das Interview mit Michael Valentine-Urbschat in der aktuellen Ausgabe von forum. In Michael Valentine-Urbschats ersten  Roman "Elektrisiert" können Sie hier reinlesen und bestellen.
 
Die bayerischen Minister müssen künftig doch nicht auf umweltfreundlichere Dienstwagen umsteigen: Der Landtag lehnte am 15. April 2015 mit seiner CSU-Mehrheit einen Vorstoß der Opposition ab. Die wollte vor dem Hintergrund einer Studie der Deutschen Umwelthilfe, wonach die Dienstwagenflotte der bayerischen Staatsregierung die klimaschädlichste bundesweit sei, mehr Elektroautos und CO2-ärmere Fahrzeuge durchsetzen.
 
"Die aktuelle Entscheidung der bayerischen Landesregierung ist in vielerlei Hinsicht nicht nachvollziehbar. Die Deutsche Umwelthilfe hat für die Dienstwagen der bayerischen Staatsregierung einen durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 176 Gramm pro Kilometer errechnet. Die Minister fahren überwiegend Luxusklasse, vor allem Audi A8 oder BMW der 7er-Reihe. Ein Privileg, dass im bundesweiten Vergleich nicht mehr zeitgemäß ist. So sind etwa in Hamburg solche großen Dienstfahrzeuge unüblich. Der Senat in der Hansestadt kommt im direkten Vergleich der Dienstwagenflotte lediglich auf einen durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 114 Gramm", empört sich BEM-Präsident Kurt Sigl und ergänzt: "Damit zeigt die bayerische Landesregierung nicht nur, wie reaktionär sie ist, sondern richtet sich direkt gegen die eigenen Automobilhersteller Audi und BMW. Beide Unternehmen werden wenig erfreut darüber sein, dass ihre Elektro- und Hybridfahrzeuge aus Sicht des Landtages nicht dem Komfort eines Ministers entsprechen sollen."
 
Als Vorbildfunktion für die bayerischen Wähler dient die aktuelle Entscheidung auf jeden Fall nicht. "Es ist wenig dienlich, wenn die Ziele der Bundesregierung durch so ein tradiertes Abstimmungsverhalten auf Landesebene konterkariert werden. Ebenso ist die Entscheidung im Sinne von Klima- und Umweltschutzmaßnahmen fragwürdig und offenbart, wie wenig ernsthaft die bayerische Landesregierung mit dieser Thematik umzugehen gedenkt", betont Sigl.
 
Über den Bundesverband eMobilität e.V. (BEM)
Der Bundesverband eMobilität setzt sich dafür ein, die Mobilität in Deutschland mit dem Einsatz Erneuerbarer Energien auf Elektromobilität umzustellen. Zu den Aufgaben des BEM gehört die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau der eMobilität als nachhaltiges, zukunftsweisendes und intermodales Mobilitätskonzept sowie die Durchsetzung einer Chancengleichheit bei der Umstellung auf Elektromobilität. Um diese Ziele zu erreichen, vernetzt der BEM die Akteure aus Wirtschaft, Politik und Medien miteinander, fördert die öffentliche Wahrnehmung für eine Neue Mobilität und setzt sich für die nötigen infrastrukturellen Veränderungen ein. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bem-ev.de
 
Kontakt:
Bundesverband eMobilität e.V, Juliane Girke | juliane.girke@bem-ev.de | www.bem-ev.de

Technik | Mobilität & Transport, 20.04.2015

Cover des aktuellen Hefts

Time to eat the dog

forum Nachhaltig Wirtschaften 01/2019

  • Kein Müll!
  • Fridays for the Future
  • Nachhaltigkeit kleidet!
  • Die Insel der Träume
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
24
MAI
2019
Globaler Klimastreik zur Europawahl
Mach die Europawahl zur Klimawahl!
europaweit


05
JUN
2019
SOLPACK 3.0
Internationale Konferenz für nachhaltige Verpackungen
20457 Hamburg


21
JUN
2019
ERDFEST 2019
Auf dem Weg zu einer neuen kulturellen Allmende
deutschlandweit


Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!


Philosoph aus Leidenschaft

Angedacht...
Wesen der Verbundenheit. Unsere Identität verdankt sich den Beziehungen, in denen wir stehen.




  • VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene
  • Alfred Ritter GmbH & Co. KG
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Deutsche Telekom AG
  • PEFC Deutschland e. V.
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Bayer Aktiengesellschaft
  • Global Nature Fund (GNF)


Bundesweiter Pflanz-Wettbewerb. 1. April bis 31. Juli 2019. Jederzeit anmelden: Alle Flächen, alle Menschen können mitmachen!