B.A.U.M.-Jahrbuch: Jetzt kostenlos reinlesen!

Unternehmerische Verantwortung braucht Freiheit

"Eine Berichtspflicht, wie sie die Politik anstrebt, bringt viel Bürokratie ohne Mehrwert.“

„Viele kleine und mittelständische Unternehmen werden ihrer Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft gerecht ohne den Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) zu gebrauchen oder dies streng zu dokumentieren", sagt Naemi Denz, Mitglied der VDMA-Hauptgeschäftsführung. "Eine Berichtspflicht, wie sie die Politik anstrebt, bringt viel Bürokratie ohne Mehrwert." Das Bundesjustizministerium rechnet laut Gesetzesentwurf pro Jahr und Unternehmen mit 600 bis 4.300 Euro zusätzlichem Aufwand. „Diese Schätzung ist viel zu niedrig kalkuliert. Eine ehrliche Kalkulation müsste die jährlichen Mehrbelastungen für Unternehmen deutlich fünf- bis sechsstellig veranschlagen", kritisiert Denz.
 
© FotoliaGut 50 Maschinenbauer treffen sich am 28. April in Frankfurt, um im VDMA-Netzwerk über die nationale Umsetzung der sogenannten CSR-Berichtspflicht zu sprechen. „Nach wie vor gegen eine Berichtspflicht spricht, dass der Freiwilligkeitsansatz von CSR ausgehöhlt wird", sagt Denz. Positiv an dem Gesetzentwurf sei aber, dass die Berichtspflicht nicht weiter gefasst und keine Vorgabe eines Rahmenwerks gemacht werde. „Es ist wichtig, dass die Bundesregierung bei der nationalen Umsetzung der CSR-Berichtspflicht Augenmaß zeigt und nicht über die EU-Richtlinie hinausgeht", fordert Denz. Da auch Kommanditgesellschaften betroffen sein können, wenn sie Unternehmensanteile am Markt zur Verfügung stellen, dürfte damit eine Vielzahl der VDMA-Mitglieder betroffen sein. 

Die CSR-Richtlinie (europäische  Richtlinie „2014/95/EU") muss bis Dezember diesen Jahres in nationales Recht überführt werden. Ab 2017 müssen Unternehmen, die im öffentlichen Interesse stehen und mehr als 500 Beschäftigte haben, bestimmte nichtfinanzielle und die Diversität betreffende Informationen, wie etwa soziale und umweltbezogene Faktoren offenlegen. 

Der VDMA setzt sich weiterhin für sinnvolle Rahmenbedingungen und die Freiwilligkeit von unternehmerischem Engagement ein. Der Verband trägt das verantwortliche Handeln seiner Mitglieder mit der Nachhaltigkeitsinitiative ‚Blue Competence‘ und der Aktionswoche ‚Wir unternehmen was‘ nach außen. „Unternehmen setzen aus gutem Grund auf Nachhaltigkeit und Verantwortung: Es fördert die Mitarbeiterbindung, schafft Wettbewerbsvorteile und beugt Risiken vor", so Denz abschließend.

Quelle: VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence

Wirtschaft | CSR & Strategie, 02.05.2016

Cover des aktuellen Hefts

Time to eat the dog

forum Nachhaltig Wirtschaften 01/2019

  • Kein Müll!
  • Fridays for the Future
  • Nachhaltigkeit kleidet!
  • Die Insel der Träume
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
21
JUN
2019
Her Abilities Award
Globaler Preis für Frauen mit Behinderungen
weltweit


21
JUN
2019
Reasons for Hope
Ein Abend mit Jane Goodall
80939 München


Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!


Starke Frauen

Missing Chapter Foundation
Eines von vielen Projekten, für die sich Prinzessin Laurentien der Niederlanden stark macht.




  • PEFC Deutschland e. V.
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Alfred Ritter GmbH & Co. KG
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Deutsche Telekom AG
  • Bayer Aktiengesellschaft
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene


Bundesweiter Pflanz-Wettbewerb. 1. April bis 31. Juli 2019. Jederzeit anmelden: Alle Flächen, alle Menschen können mitmachen!