TINK: Transporträder für alle!

Norderstedt und Konstanz starten größte Transportrad-Mietsysteme

Getränke holen, den Großeinkauf erledigen, kleinere Kinder spazieren fahren - für innerstädtische Transporte, bei denen bislang vor allem das Auto zum Einsatz kam, gibt es in Norderstedt und Konstanz jetzt eine attraktive Alternative: öffentliche Transporträder, die einfach und kostengünstig gemietet werden können. Möglich wird das durch die Beteiligung der beiden Städte am bundesweiten Modellprojekt TINK – Transportrad Initiative Nachhaltiger Kommunen. Seit Ende Juli sind die bislang größten Transportrad-Mietsysteme in Deutschland in Betrieb.
 
TINK Station Norderstedt Foto: e-fectTINK Station Norderstedt Foto: e-fect
Zuerst startete Norderstedt in Schleswig-Holstein mit seinem Transportrad-Mietsystem. Die junge Stadt mit direkter ÖPNV-Verbindung nach Hamburg setzt stark auf die Förderung einer umweltfreundlichen Mobilität und hat bereits 2011 ein öffentliches Mietradsystem gemeinsam mit der Firma nextbike realisiert. Nextbike hat auch den Auftrag für die Umsetzung von TINK in Norderstedt erhalten und kann dadurch seine bestehenden 14 Mietrad-Stationen um 24 Transporträder ergänzen. Die Anmietung erfolgt wie bei dem bereits bekannten System, so wird eine schnelle Akzeptanz des neuen Angebots erwartet. Zusätzlich sollen die speziellen Eigenschaften der Transporträder durch Testfahr-Aktionen an öffentlichen Plätzen und Einrichtungen erfahrbar gemacht werden.
 
Konstanz gab das Start-Klingeln für sein Transportrad-Mietsystem zwei Tage später. Die Stadt am Bodensee ist mit ihrem mittelalterlichen Stadtzentrum und begrenzter Verkehrsfläche darauf angewiesen, dass die meisten Wege mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden. Im Gegensatz zu Norderstedt gibt es in Konstanz bislang noch kein Mietradsystem, so dass für das TINK Projekt zwölf neue Stationen angelegt wurden. Die gesamte Mietinfrastruktur inklusive der Elektronik musste eigens entwickelt werden. In Konstanz kommen ebenfalls 24 Räder zum Einsatz: Der Betrieb erfolgt durch den regionalen Händler fahrradspezialitaeten.
 
Anlässlich der Eröffnung der TINK Systeme sagt Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI): „TINK ist für uns ein vielversprechendes Modellprojekt, das wir gerne unterstützen. Zum ersten Mal richten zwei Städte flächendeckende und komfortable Ausleihsysteme für Transporträder ein. Das macht die Nutzung von Transporträdern populärer und zeigt die unterschätzten Potentiale von Lastenrädern als umwelt- und klimafreundliche Verkehrsmittel. Ich wünsche dem Projekt einen guten Start und hoffe, dass es bald viele Nachahmer gibt". Das BMVI fördert das Vorhaben aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans in Höhe von rund 357.000 €.
 
Für den Systemstart kommen ausschließlich Räder ohne Elektromotor zum Einsatz: acht Dreiräder und 16 Zweiräder von Bakfiets.nl. Als Besonderheit können die Räder in Norderstedt eine halbe Stunde pro Tag kostenfrei gemietet werden, in Konstanz sogar eine Stunde. Danach liegen die Mietkosten bei einem Euro pro halber Stunde und maximal neun Euro pro Tag. Ein Systemausbau, eventuell auch mit Transport-Pedelecs, ist mit Hilfe von Sponsoren geplant. Weitere Infos im Internet unter www.tink.bike
 
 
Kontakt: Marco Walter (e-fect eG) | walter@e-fect.de | www.e-fect.de
 
Modellprojekt TINK
TINK, die Transportrad Initiative Nachhaltiger Kommunen, möchte eine umweltfreund-liche Mobilität in Deutschland voranbringen. Konstanz und Norderstedt sind die Modellstädte, in denen dazu ein Konzept zur gemeinschaftlichen Nutzung von Transporträdern entwickelt und erprobt wird. Nationale Projektpartner sind neben den beiden Städten die e-fect eG und die InnoZ GmbH, welche auch für die Begleit¬for-schung des Projekts zuständig sind. Gefördert wird TINK von August 2015 bis Juli 2018 durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans 2020 (NRVP). Die Transporträder stehen zunächst für zwei Jahre zur Verfügung. Das Konzept soll in Zukunft auf weitere Kommunen über-tragen werden.
 

Technik | Mobilität & Transport, 02.08.2016

     
        
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